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Nord-Stream-Schäden: BUND sieht zunächst lokale Umwelt-Auswirkungen

BERLIN/BORNHOLM (dpa-AFX) -Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) schätzt die möglichen kurzfristigen Auswirkungen der Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 auf die Umwelt als lokal begrenzt ein. "Dort entsteht für die Tiere allerdings die Gefahr, zu ersticken. Das betrifft besonders die Tiere, die nicht schnell flüchten können. An der Wasseroberfläche entsteht eine erhöhte Explosionsgefahr, also vor allem eine Gefahr für alle Schiffe", sagte Nadja Ziebarth, Leiterin des BUND-Meeresschutzbüros, am Dienstag. Daher müsse ein großer Sicherheitsradius gezogen werden, um eine Havarie zu verhindern.

Wie schon die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht auch der BUND vor allem eine Klimagefahr durch das entweichende Methan. Dieses sei 25-mal schädlicher als CO2. Reines Methan, das sich im Meer löst, ist den Angaben zufolge zwar ungiftig. Die Zusammensetzung des in den Nord-Stream-Röhren befindlichen Gases sei allerdings nicht bekannt. Deshalb warnte Ziebarth, "da unklar ist, welches Gemisch genau in Nord Stream transportiert wird, könnten durch andere Gase unbekannte Schäden im marinen Ökosystem lokal entstehen".