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Neustart der Atomgespräche: Iran will nicht direkt mit USA verhandeln

·Lesedauer: 1 Min.

WIEN (dpa-AFX) - Auch bei den neuen Gesprächen zur Wiederherstellung des Atomabkommens von 2015 wollen sich iranische Diplomaten nicht an einen Tisch mit US-Vertretern setzen. Es werde definitiv keine direkten Verhandlungen geben, sagte Teherans Außenamtssprecher Said Khatibzadeh über das Treffen, das am Montag in Wien begann. Somit sind erneut Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wie auch schon in vergangenen Runden als Vermittler am Zug. Vor der formellen Eröffnungssitzung am Nachmittag trafen sich verschiedene Delegationen, um die Positionen zu sondieren.

Bevor die Gespräche im Juni auf Eis gelegt wurden, waren Verhandler einer Lösung nähergekommen, um die USA zur Aufhebung von Sanktionen und den Iran zur neuerlichen Beschränkung seines Atomprogrammes zu bewegen. Während der Verhandlungspause übergab Irans pragmatischer Präsident Hassan Ruhani sein Amt an den erzkonservativen Ebrahim Raisi. Für Diplomaten aus anderen Ländern stellte sich deshalb vor der Wiederaufnahme der Gespräche in Wien die Frage, ob das neue iranische Verhandlerteam das bisher Ausverhandelte akzeptieren wird.

Irans Chefverhandler ließ sich am Montag vorerst nicht in die Karten blicken. "Wir gehen gut vorbereitet und sehr entschlossen in die neue Verhandlungsrunde und werden unsere Forderung bezüglich der Aufhebung der Sanktionen konsequent durchsetzen", sagte er.

Das Ziel der Gespräche ist mittelfristig die Rettung des Abkommens, das das Atomprogramm des Irans einschränkte, um die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verhindern. Die USA stiegen 2018 unter dem damaligen Präsident Donald Trump aus dem Pakt aus und ließen Sanktionen aufleben, die der iranischen Wirtschaft schweren Schaden zufügten. Teheran baute daraufhin seine Atomanlagen wieder aus, produzierte fast waffenfähiges Uran und schränkte internationale Inspektionen ein.

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