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Neuer Digital-Plan aus dem Kanzleramt: So will Staatsministerin Bär mit dem Personalausweis Bankgeschäfte vereinfachen

·Lesedauer: 3 Min.
Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung, zeigt bei der Vorstellung des Pilotprojekts "Digitaler Check in" in einem Berliner Hotel, wie man sich mit dem Smartphone einchecken kann.
Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung, zeigt bei der Vorstellung des Pilotprojekts "Digitaler Check in" in einem Berliner Hotel, wie man sich mit dem Smartphone einchecken kann.

Auch wenn ihre Amtszeit in drei Monaten endet, arbeitet Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung, weiter daran, ein Stückchen der fortschreitenden Digitalisierung des Staates für die Bürger greifbar zu machen. Im Mai dieses Jahres stellte sie eine neue Anwendung für den digitalen Personalausweis vor – den Check-in in Hotels. Jetzt soll ein weiterer Baustein folgen: Bärs Digitalisierungs-Abteilung arbeitet seit November 2020 mit deutschen Geldinstituten zusammen, um mithilfe des digitalen Personalausweises (e-ID) Bankgeschäfte einfacher machen. „Unkompliziert ruckzuck innerhalb weniger Minuten sicher ein neues Onlinebanking-Konto eröffnen – dem kommen wir so einen großen Schritt näher", freut sich Bär.

Mit dabei sind nach Informationen von Business Insider der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Deutsche Post sowie die Sparkassen. Bürger, die die e-ID nutzen, können damit von zu Hause aus ein Konto oder Depot eröffnen. Einen genauen Starttermin für die Anwendung gibt es noch nicht. Aus dem Umfeld der Staatsministerin heißt es, die Pilotphase mit Nutzern sei noch in diesem Jahr geplant, man stimme sich noch mit den mitwirkenden Banken ab. Läuft das Projekt gut, verspricht Bär weitere Nutzungsmöglichkeiten: "Im Banking-Bereich kann von der Entsperrung eines gesperrten Kontos über den Abschluss von Kreditverträgen bis hin zum täglichen Online Banking-Zugang alles möglich sein", sagt die Staatsministerin Business Insider.

Geldgeschäfte mit dem Smartphone – so funktionierts

Notwendig ist dazu, dass Bürger ihren Personalausweis für digitale Anwendungen freischalten lassen. Außerdem brauchen sie eine sogenannte Wallet-App auf dem Smartphone, in der der Ausweis bereits hinterlegt ist. Mit nur wenigen Klicks und Kurznachrichten richtet ihr euch so ein neues Konto ein, wie ein Beispielvideo einer Sparkasse zeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=M070JvkJcis

Die Kooperation mit dem Staat lohnt sich auch für die Banken, wie in Fachartikeln in einem Vergleich mit skandinavischen Ländern beschrieben wird: "Das Verfahren ist besonders sicher, Prozesse werden verschlankt und beschleunigt. So sparen die Institute Kosten – etwa bei den Filialen oder auch bei der Infrastruktur. Denn diese werde von allen Beteiligten gemeinsam getragen."

Möglich wurde das Pilotprojekt in Deutschland erst durch die Einführung einer Experimentierklausel im Geldwäschegesetz, die der Bundestag im Juni beschlossen hatte. Die technische Umsetzung erfolgt laut Bärs Sprecherin mittels Open Source, um weiteren interessierten Unternehmen eine unkomplizierte Übernahme zu ermöglichen. Außerdem wichtig bei heiklen Dingen wie Geldgeschäften: die Sicherheit. Laut Kanzleramt soll ein hinreichendes Sicherheitsniveau bei der digitalen Kontoeröffnung in einer Rechtsverordnung angelegt werden. Denn Kritik an der Sicherheit gab es im Vorfeld.

Etwa die Hälfte der Amtsgänge ist inzwischen digital möglich

Unklar ist, inwiefern die Bankgeschäfte in Verbindung mit der e-ID vorhandene Anwendungen wie das Postidentverfahren und die Identitätsprüfung über einen Videocall ersetzen. Bei letzterem vereinbart man einen Termin mit einem Mitarbeiter der Bank und hält zum Datenabgleich seinen Ausweis in die Kamera des Computers oder Handys.

Für Digitalisierungstreiberin Bär ist nach der Kooperation mit den Banken noch lange nicht Schluss. 575 Verwaltungsdienstleistungen, wie zum Beispiel das Anmelden eines neuen Wohnsitzes, sollen für Bürger baldmöglichst von zu Hause aus zu erledigen sein. Geschafft hat man bisher in Deutschland erst 315. Zuständig sind Bund und Länder. Außerdem plant Bär, die Registrierung für DHL-Packstationen, den digitalen Abschluss von Mobilfunkverträgen, den Zugang zu Liegenschaften und wiederkehrende Log-Ins beim Online-Shopping mithilfe des digitalen Personalausweises möglich zu machen. "Darüber hinaus sind weitere Anwendungsfälle denkbar, etwa die Identifikation bei der Übernahme eines Mietwagens Zug-um-Zug gegen Übermittlung des digitalen KfZ-Schlüssels direkt in die Wallet-App auf dem Smartphone", sagt Dorothee Bär.

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