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Neue Tui-Aktien überraschend stark gefragt

·Lesedauer: 2 Min.

Am ersten Tag des Bezugsrechtehandels ist die Nachfrage an der Börse größer als erwartet. Doch Analysten raten zur Vorsicht.

Der Reiseriese bittet seine Aktionäre zur Kasse. Foto: dpa
Der Reiseriese bittet seine Aktionäre zur Kasse. Foto: dpa

Der Run auf die neu ausgegebenen Aktien, mit denen der angeschlagene Reisekonzern Tui sein Eigenkapital aufbessern will, ist stärker als erwartet. Das zeigen die Kursentwicklungen der Tui-Aktie und der parallel gehandelten Bezugsrechte.

An diesem Freitag startete das an Londons Börse notierte Unternehmen - wie auf der Hauptversammlung vor drei Tagen in Hannover beschlossen und angekündigt - mit der Emission neuer Bezugsrechte.

Danach erhält jeder Tui-Aktionär für jeweils 29 alte Aktien das Recht, zum Stückpreis von 1,07 Euro 25 neue Papiere zu erwerben, wobei freilich nur der Bezug von je 25 neuen Aktien oder mehreren Paketen in dieser Größenordnung vorgesehen ist. Bis zum 22. Januar kann mit diesen Bezugsrechten gehandelt werden. Voraussichtlich am 29. Januar soll die geplante Kapitalerhöhung vollzogen sein.

Weil die Tui-Aktie, die am Vortag noch bei 5,44 Euro notierte, am Freitagmorgen getrennt von ihrem Bezugsrecht in den Handel ging, startete sie zunächst mit 4,33 Euro. Die entsprach zunächst nahezu dem Abschlag des Bezugrechte-Preises von 1,07 Euro. Im Tagesverlauf überstieg die Summe aus Aktienkurs und Bezugsrechtekurs dann aber den Wert vom Vortag.

Kurz vor Börsenschluss notierten die Tui-Aktien bei 4,14 Euro. Die Bezugsrechte, bei denen der Inhaber für den geplanten Aktienerwerb künftig noch 1,07 Euro zu zahlen hat, wurden mit 2,47 Euro gehandelt. Die Summe aus Tui-Aktienkurs und Bezugsrecht - abzüglich der noch zu zahlenden 1,07 Euro - ergab damit einen Pro-Forma-Kurs von 5,54. Daraus errechnet sich für Tui ein Kursplus von rund zwei Prozent zum Vortag.

Experten hatten mäßige Nachfrage der Bezugsrechte erwartet

Branchenexperten hatten zuvor damit gerechnet, dass die Bezugsrechte nur mäßig gefragt sein würden. Insbesondere angelsächsische Fonds hatten laut „Börsenzeitung“ angekündigt, zunächst abwarten zu wollen. DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm hatte im Zuge der geplanten Kapitalerhöhung den fairen Wert für die Tui-Aktien sogar von 1,70 auf 1,40 Euro gesenkt und zum Verkauf der Papiere geraten.

Hilfestellung bekommt Tui allerdings von seinem russischen Großaktionär Alexej Mordaschow, der bislang 24,89 Prozent der Konzernanteile hielt. Er hat für die Kapitalerhöhung zugesichert, einen Großteil der übrigbleibenden neuen Aktien zu erwerben. Erst bei einem künftigen Anteil von 36 Prozent will er die Zukäufe einstellen.

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