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Neue Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus in Frankreich

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PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich gelten im Kampf gegen das Coronavirus neue Maßnahmen. Ab Samstag betrifft dort die nächtliche Ausgangssperre rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien.

Neu ist die Ausgangssperre zum Beispiel im Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg und auf Korsika. Außerdem ist fast die gesamte Mittelmeerküste betroffen. Im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen ist die Ausgangssperre bereits seit einer Woche in Kraft. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen in den betroffenen Gebieten zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten.

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Am Freitag überschritt dort die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Fälle die Millionen-Marke. Bis Freitagabend habe es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Auch für die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42 032 ein neuer Spitzenwert vermeldet.

Im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus starben bisher mehr als 34 500 Menschen. Seit einer Woche gilt erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.