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Nazi-Vergleich: Koch lehnt Keller-Entschuldigung ab

·Lesedauer: 2 Min.
Nazi-Vergleich: Koch lehnt Keller-Entschuldigung ab
Nazi-Vergleich: Koch lehnt Keller-Entschuldigung ab

DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat eine Entschuldigung von Präsident Fritz Keller nach dessen verbaler Entgleisung mit einem Nazi-Vergleich abgelehnt.

"Ich bin seit 32 Jahren Berufsrichter und habe eine ganz persönliche Betroffenheit", sagte er im ZDF-Sportstudio, "deswegen habe ich die Entschuldigung entgegengenommen, aber es ist nicht meine Aufgabe, darüber zu befinden, wie das insgesamt mit Blick auf den DFB zu sehen ist." (KOMMENTAR: Kellers Zeit beim DFB ist vorbei!)

Bayern Münchens scheidender Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor Koch aufgefordert, seinen Teil zur Beendigung des Eklats zu leisten: "Ich habe Fritz Keller als seriösen, integren und auch liebevollen Menschen kennengelernt. Er hat sich entschuldigt. Ich fände es eine schöne Geste, die Entschuldigung nicht nur entgegen-, sondern auch anzunehmen."

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Keller hatte seinen Vizepräsidenten im April bei einer Präsidiumssitzung mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen.

Koch fügte dazu nun an: "Roland Freisler war ein Blutrichter, Henker in Robe. Er hat viele tausend Menschen in den Tod geführt. Wenn eine solche Äußerung gegenüber jemandem fällt, der sein Leben dem Recht gewidmet hat, dann glaube ich, ist so eine Betroffenheit nachvollziehbar."

Nach dem Eklat in der vergangenen Woche hatten die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände im DFB Keller das Vertrauen entzogen. (HINTERGRUND: Wer kann den DFB retten?)

In der Wahrnehmung vieler Beobachter und Insider ist der 64-Jährige nicht mehr im Amt zu halten. (Nazi-Vergleich: Koch widerspricht Keller)

Von einem Rücktritt will Keller indes nach wie vor nichts wissen, lehnte einen solchen auch am Freitag erneut ab. Zuletzt hatten sich die Vertreter der Deutschen Fußball Liga im DFB-Präsidium um DFL-Chef Christian Seifert "deutlich und in aller Form" von Kellers Wortwahl distanziert.

DFB-Präsident Fritz Keller kämpft um sein Amt

Keller kämpfte in den letzten Tagen um seinen Verbleib im Amt, er traf sich unter anderem am Donnerstag mit Charlotte Knobloch, der früheren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, zu einem Meinungsaustausch.

Am Montag hatte die DFB-Ethikkommission den Fall Keller vor das Sportgericht gebracht. Es ist das erste Mal, dass sich ein DFB-Präsident vor dem verbandsinternen Gericht verantworten muss.

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