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Millionen Auffrisch-Impfungen bis Weihnachten: Wie Bund und Länder auf dem Corona-Gipfel über den Weg aus der vierten Welle sprechen

·Lesedauer: 2 Min.
Menschen stehen in einer Warteschlange vor einem Impfbus. Im Impfbus werden Erstimpfungen, Zweitimpfungen, sowie Auffrischungsimpfungen (Booster) verabreicht. In den kommenden vier Wochen hält der Bus in insgesamt 27 Gemeinden.
Menschen stehen in einer Warteschlange vor einem Impfbus. Im Impfbus werden Erstimpfungen, Zweitimpfungen, sowie Auffrischungsimpfungen (Booster) verabreicht. In den kommenden vier Wochen hält der Bus in insgesamt 27 Gemeinden.

Mit einer Stunde Verspätung fing der Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Donnerstag statt. Der Grund: Die Länder brauchten länger, um sich darauf zu verständigen, ab wann 2G, 2G+ und sogar weitere Verschärfungen gelten sollen. Am Ende fand man einen Kompromiss, definierte bestimmte Schwellenwerte bei der sogenannten Hospitalisierungsrate.

Doch es gab trotzdem noch genug andere Baustellen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder auf ihrer Videokonferenz klären mussten. Ebenfalls ein großer Knackpunkt: Wie kann die Booster-Kampagne endlich Fahrt aufnehmen? 20 Millionen Auffrisch-Impfungen bis Weihnachten hatte Merkels Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vor dem Gipfel als Ziel ausgegeben. Doch Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die Business Insider vorliegen, zeigen, dass es mit Stand Mitte der Woche bereits einen riesigen Rückstand gibt, den man erstmal aufholen muss. Rund vier Millionen Booster hätten sechs Monate nach der Zweitimpfung bereits gegeben werden können. Doch wegen der zögerlichen Empfehlung der Ständigen Impfkommission und widersprüchlicher Kommunikation von Bund und Ländern waren die Ärzte eben zurückhaltend.

In der letzten Beschlussvorlage nach der Einigung der Länderchefs und vor dem Gespräch mit Merkel ist von einem konkreten Ziel nicht mehr die Rede. Nach Informationen von Business Insider wurden allerdings auf dem Gipfel erneut über konkrete Zahlen gesprochen. Demnach soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von 27 Millionen Impfungen bis Weihnachten gesprochen haben, Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nannte sogar 40 Millionen, wobei das Ziel hier nicht Weihnachten gewesen sein soll.

Im endgültigen Beschluss, so die Verabredung, soll es weiterhin aber keine Zahlen geben, hieß es. So sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) laut Teilnehmern: „Wir kennen die Zahl, was wir leisten müssen und können - aber das müssen wir nicht öffentlich sagen.“ Zu groß offenbar die Sorge des Nachfolgers von Armin Laschet, dass man sich mit genauen Zahlen ein Ei ins Nest legt, wenn diese am Ende nicht zu erreichen sind.

Unabhängig von konkreten Zahlen herrschte aber Einigkeit, dass mehr getan werden müsste. Erfolg verspricht man sich nun von einem Aufweichen der bisherigen Regel, dass es einen Booster erst sechs Monate nach der Zweitimpfung gibt. Konkret heißt es nun im Beschluss, dass es die Impfung "spätestens" nach sechs Monaten geben soll. Einvernehmen bestand in der Runde laut Teilnehmern, dass dies bedeutet, man könne sich auch am Ende des fünften Monats schon impfen lassen. Dazu soll man dann auch bereits einen Termin buchen können, etwa im Impfzentrum. Bislang regeln die Länder das sehr unterschiedlich. Um weiter Tempo in der Sache zu machen, sollen die Länder alle Bürger über 18 Jahre in geeigneter Weise zur „Booster“-Impfung aufrufen. Im ersten Schritt sollen alle über 60-Jährigen gezielt angeschrieben werden.

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