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McMakler lotet Börsengang via Spac aus

·Lesedauer: 2 Min.
McMakler-Gründer und Geschäftsführer Felix Jahn
McMakler-Gründer und Geschäftsführer Felix Jahn

Das Berliner Proptech-Unternehmen McMakler verhandelt mit einem US-Spac über eine mögliche Übernahme, um so an die amerikanische Börse zu gelangen. Das erfuhr Gründerszene aus Finanzkreisen. Bei einem Spac (Special Purpose Acquisition Company) handelt es sich um eine leere Firmenhülle, die durch einen IPO Geld einsammelt, um damit ein anderes Unternehmen aufzukaufen und auf schnellem Weg an die Börse zu bringen. McMakler will sich diesbezüglich nicht äußern. Man kommentiere grundsätzlich keine Marktgerüchte, so eine Sprecherin.

Eine Absichtserklärung, ein sogenannter Letter of Intent (LOI), soll nach Informationen von Gründerszene aber bereits zwischen McMakler und dem US-Spac unterzeichnet worden sein. Um welche Firmenhülle es sich dabei handelt, ist unklar. Die Citibank und die amerikanische Investmentbank Qatalyst sollen damit beauftragt worden sein, den Prozess einzuleiten. Nun geht es darum, genügend Aktionäre zu finden, die in den McMakler-Merger investieren wollen. Das soll sich bislang allerdings schwierig gestalten. Ob der Börsengang der Berliner Firma tatsächlich zustande kommt, ist also noch offen.

Zum einen ist die Situation offenbar der Tatsache geschuldet, dass das Finanzumfeld für Spacs herausfordernder geworden ist. In den vergangenen Monaten gab es einen regelrechten Hype um die Firmenhüllen. In den USA gingen allein im März dieses Jahres 100 Spacs an die Börse, die nun alle auf der Suche nach einem geeigneten Übernahmeziel sind. Seit die amerikanische Börsenaufsicht die Firmenhüllen verstärkt ins Visier genommen hat, ist die Zahl an neuen Spacs jedoch drastisch gesunken. Auch institutionelle Investoren wie Blackrock, bislang Hauptabnehmer vieler Spac-Aktien, sind vorsichtiger geworden.

Wäre ein US-Börsengang für McMakler überhaupt sinnvoll?

Unklar erscheint außerdem, inwiefern eine Listung an der US-Börse für eine Firma wie McMakler tatsächlich sinnvoll wäre – abgesehen vom Zugang zu öffentlichem Kapital. In den USA ist das Unternehmen bislang nicht aktiv. Mithilfe seiner Plattform verkauft und vermietet McMakler Immobilien vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich und Frankreich.

Mit welcher Bewertung McMakler von dem Spac übernommen werden soll, ist nicht bekannt. Nach der letzten Finanzierungsrunde im November soll das Berliner Unternehmen mit rund 400 Millionen Euro bewertet worden sein. Damals beteiligte sich das Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus mit 42 Millionen Euro. Einige Bestandsinvestoren zogen in der Runde ebenfalls mit, etwa die Berliner Fonds Cavalry Ventures und Target Global sowie der britische VC Balderton. Andere Altinvestoren wie Lakestar gaben im Zuge dieser Runde ihre Anteile an McMakler komplett ab.

Schwarze Zahlen schreibt das Proptech noch nicht

Das Proptech ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, auch dank der vielen Werbung, die das Unternehmen unter anderem im Fernsehen schaltet. 2017 lagen die Umsätze noch bei 5,2 Millionen Euro. Diese Zahl hat sich 2020 auf 53 Millionen Euro verzehnfacht, mehr als ursprünglich erwartet. Für 2021 peilt das Unternehmen mehr als 100 Millionen Euro an, wie McMakler-Chef Felix Jahn gegenüber dem Handelsblatt sagte. Schwarze Zahlen schreibt die Firma jedoch noch nicht.

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