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Manager haben keine Lust mehr auf Machtkämpfe — und verzichten deshalb sogar auf höhere Gehälter

·Lesedauer: 2 Min.

Macht und Einfluss scheinen für Manager an Wichtigkeit zu verlieren. Das zeigt das Managerbarometer, eine Umfrage von Odgers Berndtson, über die das "Handelsblatt" berichtete.

Für das Managerbarometer werden jährlich 2000 deutschsprachige Führungskräfte zu verschiedenen Aspekten ihrer Arbeit befragt. Besonders interessant dabei ist zu sehen, wie sich die Antworten im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert haben.

Sinnvolle Arbeit ist mehr wert als Macht

Auf die Frage "Was motiviert Sie für Ihren weiteren Berufsweg", antworteten diesmal 58,9 Prozent der Befragten – das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch 2018, dass Sinnhaftigkeit in ihren Aufgaben sie "sehr stark" motiviere. Auch Freude an der Führungsaufgabe lag als Motivation mit 57,1 Prozent weit vorne. 2018 hatten nur 49,5 Prozent der Befragten dies als sehr starke Motivation angegeben.

Rückläufig hingegen war die Motivation zur Mitwirkung an Veränderungen in innovativen Unternehmen und die Motivation bezüglich Einflussnahme, Gestaltungswille und Macht. 2018 hatten die Befragten diese noch mit jeweils 56,3 und 44,2 Prozent als sehr starke Motivation eingestuft. Dieses Jahr waren es nur noch 49,5 und 40,9 Prozent.

14 Prozent der Befragten waren jünger als 41 Jahre. Laut "Handelsblatt" sehen inzwischen insbesondere jüngere Führungskräfte Machtspiele als Zeitverschwendung – und schlagen deswegen sogar höhere Positionen und Gehälter aus. Das legen die Antworten aus der Befragung nahe.

Freude in der Position ist wichtiger als Gehalt

Auf die Frage "Ich bin mit der aktuell erreichten Hierarchieebene zufrieden, weil ..." antworteten 72 Prozent der Befragten, dass ihre jetzige Position "große Freude bereitet". Unter weiteren Top-Antworten waren auch eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben (52,1 Prozent) und sinnstiftende Arbeit (41,1 Prozent). Es gaben aber auch 36 Prozent der Führungskräfte an, dass sie in ihrer Position zufrieden seien, weil sie für eine höhere Position "mehr politisch taktieren müssten".

Es wird also deutlich, dass Machtkämpfe für Manager unattraktiver werden und deshalb sogar auf Prestige, etwa in Form von mehr Verantwortung und höheren Gehältern, verzichtet wird. Laut "Handelsblatt" äußerte sich der dazu auf seine Erfahrung befragte Headhunter Emanuel Pfister wie folgt: "Kandidaten sprechen von sich aus zwei Dinge an, die eine neue Stelle bloß nicht erfordern sollte: Mikromanagement und politisches Taktieren."

Die Prioritäten von Führungskräften scheinen sich also zu verschieben: Position und Gehalt haben nicht mehr den gleichen Stellenwert, den sie in früheren Generationen hatten – und auf Machtspielchen haben junge Führungskräfte keine Lust. In Zukunft, schreibt das "Handelsblatt", werden Unternehmen daher ihre Kultur diesen Veränderungen anpassen müssen, um für Führungskräfte attraktiv zu bleiben.

mw

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