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Lufthansa möchte Staatsgeld noch vor Bundestagswahl ablösen

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Lufthansa AG bemüht sich um frisches Geld. Damit will Vorstandschef Carsten Spohr die Staatskredite ablösen, mit denen das Unternehmen letztes Jahr gerettet wurde - wenn möglich schon vor der Bundestagswahl im September.

“Wir sind so optimistisch, dass wir glauben: Wir waren eines der ersten Unternehmen, das von der Bundesregierung gerettet wurde und wir wollen auch eines der ersten Unternehmen sein, das die Rettungsmittel zurückzahlt - hoffentlich noch vor der Bundestagswahl,” sagte Spohr auf der Nationalen Luftfahrtkonferenz im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. “Da sind wir dran.”

Die Lufthansa hatte letzten Sommer ein Rettungspaket im Gesamtwert von 9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt bekommen, um eine Insolvenz zu vermeiden. Der Hilfsrahmen, der aus verschiedenen Elementen mit Eigen- und Fremdkapitalcharakter besteht, wurde allerdings nicht voll ausgeschöpft. Inzwischen hat die Lufthansa Banken für eine Kapitalerhöhung von rund 3 Milliarden Euro mandatiert, um Mittel für die Rückzahlung aufzubringen, heißt es bei mit der Transaktion vertrauten Personen. Von der Hauptversammlung im Mai hatte sich das Unternehmen vorsichtshalber bis zu 5,5 Milliarden Euro genehmigen lassen.

Damit könnte das Unternehmen womöglich das von der Bundesregierung geliehene Geld zurückzahlen. Aber auch Anteilseigner will der Bund nicht lange bleiben: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte auf derselben Konferenz, es sei “unstrittig, dass wir als Staat schnellstmöglich raus müssen.”

Europas Strände füllen sich angesichts weniger strenger Reiseregeln und aufgestauter Nachfrage langsam wieder mit Sonnenhungrigen, was der gebeutelten Luftfahrt hilft. Die Europäische Union hatte heute außerdem bekannt gegeben, die Reiserestriktionen für US-Bürger aufzuheben, was Geschäft auf den enorm wichtigen Strecken über den Nordatlantik zurückbringen dürfte.

Die Aktie der Lufthansa hatte letztes Jahr gut ein Drittel an Wert verloren und liegt in 2021 bislang 4% im Minus. Aktuell steht das Papier mit 10,38 Euro etwa 18% höher als das durchschnittliche Kursziel der von Bloomberg beobachteten Analysten. Nur zwei der 29 Broker empfehlen den Titel zum Kauf.

Neben neuen Aktien will die Lufthansa auch ihre Cateringtochter verkaufen sowie einen Minderheitsanteil des Wartungsgeschäfts Lufthansa Technik. Sie hat auch die Möglichkeit, einen größeren Teil ihrer Flotte zu mieten anstatt zu besitzen, was kurzfristig Geld einspart.

(Ergänzt Aussage von Verkehrsminister Scheuer in viertem Absatz)

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©2021 Bloomberg L.P.

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