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Leuna spart 30 Prozent Gas - Preise belasten Unternehmen

LEUNA (dpa-AFX) - Am Chemiestandort Leuna in Sachsen-Anhalt ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres etwa 30 Prozent weniger Erdgas verbraucht worden als im Vorjahreszeitraum. Dies sei unter anderem durch den Einsatz von Heizöl statt Erdgas im Kraftwerksbetrieb erreicht worden, sagte der Geschäftsführer der Infraleuna, Christof Günther, am Donnerstag. Zudem sei Strom aufgrund der Marktentwicklung zugekauft worden: Der Erdgaspreis sei schneller gestiegen als der Strommarktpreis.

An dem Industriestandort arbeiten für rund 100 Firmen etwa 12 000 Menschen, darunter 600 in der Erdöl-Raffinerie. Die Infraleuna bietet Dienstleistungen für die Firmen an. Dazu zählt die Energieversorgung aus eigenen Gaskraftwerken.

Die Rekordpreise für Erdgas erzeugten immensen Druck auf die industriellen Verbraucher, sagte Günther weiter. "Nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Bezahlbarkeit von Erdgas wird zunehmend zum Problem." Zunächst hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Ohne Einschränkungen in der Produktion seien weitere Reduzierungen des Erdgasverbrauchs nicht möglich, erklärte die Infrastrukturgesellschaft. Eine weitere Substitution von Erdgas durch beispielsweise Heizöl würde zudem umfangreiche technische Änderungen erfordern. Diese ließe sich keinesfalls vor dem nächsten Winter umsetzen, erklärte Günther.

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