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Lehrerverband: Ministerpräsidenten müssen Stufenplan nachbessern

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat den Stufenplan der Kultusminister zur Wiederöffnung von Schulen kritisiert und die Ministerpräsidenten aufgefordert, den Plan nachzubessern. "Die Kultusminister haben zwar einen Stufenplan vorgelegt - aber sie haben es versäumt, ihn mit Angaben zu versehen, ab welchem Inzidenzwert welche Stufe greift", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). "Ich fordere die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin auf, das nachzuholen. Nur mit einem geregelten Plan lässt sich auch Sicherheit für die Schulen vor Ort schaffen." Sonst gebe es alle paar Wochen eine neue Entscheidung für die Schulen.

Er fürchte, dass bei der Ministerpräsidentenkonferenz ein Beschluss zu den Schulen herauskomme, den dann jedes Land im eigenen Sinn auslege. "Das ist aus der Sicht von Lehrern, aber auch von Schülern und Eltern alles andere als wünschenswert."

Die Kultusminister hatten am Montag beschlossen, dass eine Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich ist - "sollte es die Situation in den einzelnen Ländern zulassen". Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 wieder Präsenzunterricht haben und die weiteren Jahrgänge im Distanzunterricht bleiben. Durch eine Halbierung der Klassen solle in einer zweiten Stufe dann ergänzend Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler höherer Klassen ermöglicht werden. Präsenzunterricht für alle soll es erst in einer Stufe drei geben.