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Landesbank Baden-Württemberg übertrifft Vorjahresergebnis

Das Finanzinstitut hat im vergangenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis erzielt. Der Chef des Geldhauses blickt zudem optimistisch in die Zukunft.

Der Vorstandsvorsitzende der LBBW sieht sein Haus „gut gerüstet für die Herausforderung“, die mit der Corona-Krise einhergehen. Foto: dpa

Trotz der andauernden Niedrigzinsphase hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ihren Gewinn im vergangenen Jahr merklich gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern fiel mit rund 444 Millionen Euro 7,5 Prozent höher aus als 2018, wie die Bank am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Vor Steuern war der Anstieg mit 11,4 Prozent auf 612 Millionen Euro noch deutlicher.

Ein weiter wachsendes Kredit- und Finanzierungsgeschäft bescherte dem Geldhaus höhere Zinseinnahmen. Auch die Einnahmen aus Provisionen im Wertpapiergeschäft wuchsen. Zugleich wurden den Angaben zufolge weiter Kosten gesenkt und die Risikovorsorge nur moderat erhöht.

Vor allem die Immobilien- und die Projektfinanzierung sowie das Kapitalmarktgeschäft brachten deutlich bessere Ergebnisse ein als im Vorjahr. Das hart umkämpfte Geschäft mit Firmenkunden legte dagegen nur leicht zu. Im Privatkundenbereich konnte die Landesbank Baden-Württemberg den Folgen der niedrigen Zinsen nicht trotzen und musste einen deutlichen Rückgang des Vorsteuerergebnisses hinnehmen.

Für das laufende Jahr plant die Landesbank auch angesichts der Corona-Krise vorsichtig. „Die Rahmenbedingungen für die Bankenbranche werden mit dem verstetigten Niedrigzinsumfeld, der hohen Wettbewerbsintensität und der schwachen Konjunktur, die nun auch noch unter den Folgen des Coronavirus leidet, noch herausfordernder“, hieß es. Man rechne deshalb mit einem Vorsteuerergebnis unter dem Niveau von 2019.

Der Chef der Landesbank Baden-Württemberg, Rainer Neske, geht davon aus, dass das Coronavirus die deutsche Wirtschaft wie auch die deutschen Banken im Jahr 2020 stark belasten wird. Er sieht die LBBW selbst aber als „gut für diese Herausforderung gerüstet“ und nannte als Begründung unter anderem auf die starke Kapitalbasis und das konservativen Risikoprofil der Bank.

„Als Bank ist es nun unsere Aufgabe, auch in schwierigen Zeiten an der Seite unserer Kunden zu stehen“, erklärte Neske am Donnerstagvormittag. Die Stuttgarter Landesbank verdiente 2019 deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Der Vorsteuergewinn stieg um elf Prozent auf 612 Millionen Euro. Der wichtige Zinsüberschuss legte zu, weil die Bank mehr Kredite vergab.

Die LBBW erwartet, dass sie im laufenden Jahr nicht dramatisch weniger verdienen wird – trotz der Folgen des Coronavirus sowie des Drucks angesichts der Niedrigzinsen und des starken Wettbewerbs auf dem deutschen Bankenmarkt. Die Bank rechnet mit einem Ergebnis vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.