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Emotionaler Titel-Coup! Nicht nur Lückenkemper weint

Emotionaler Titel-Coup! Nicht nur Lückenkemper weint
Emotionaler Titel-Coup! Nicht nur Lückenkemper weint

Ist sie wieder da oder war sie eigentlich nie weg?

Gina Lückenkemper hat bei den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Berlin ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und sich den Titel über die prestigeträchtigen 100 Meter gesichert.

Lückenkemper unterstrich im Olympiastadion ihre Topform und knackte erstmals seit 2018 wieder die 11-Sekunden-Marke. Die Vize-Europameisterin gewann in starken 10,99 Sekunden vor Rebekka Haase (11,20/Wetzlar) und Yasmin Kwadwo (11,44/Paderborn). Direkt nach Zieleinlauf kamen ihr die Tränen.

Lückenkemper verpasst persönlichen Rekord nur knapp

„Ganz viele Leute machen aus mir jetzt ein Comeback-Kid. Aber ich finde ja, ich bin nie weg gewesen - ich habe einfach nur Verletzungspech gehabt“, sagte die 25-Jährige.

Lückenkemper, die bis auf vier Hundertstel Sekunden an ihre Bestzeit aus dem Jahr 2017 heranlief, liegt mit ihrer Zeit nun auf Platz drei in Europa und kann bei der Heim-EM in München (15. bis 21. August) auf eine Medaille hoffen.

„Ich liebe das Olympiastadion, ich liebe das Publikum hier. Das ist was ganz Besonderes für mich“, sagte sie nach ihrem Triumph. „Ich bin definitiv stolz auf diese Leistung und mega happy. Ich hatte dieses Gefühl des Fliegens, dann weiß man, dass es schnell wird.“

„Sofort der Buhmann“: Lückenkemper kontert Kritiker

Dass ihr nach dem Sieg die Tränen in die Augen schossen, mag auch an den Kritiken der vergangenen Jahre gelegen haben. Erst am Donnerstag hatte sich die Vize-Europameisterin von 2018 über entsprechende negative Äußerungen beschwert.

„Man ist sofort der Buhmann, wenn es nicht läuft. Ich finde es in solchen Situationen erstaunlich, was sich manche Menschen rausnehmen, über andere Menschen zu urteilen“, sagte Lückenkemper im Interview mit dem Münchner Merkur und der tz: „Ich gehe ja auch nicht bei anderen Leuten ins Büro und beurteile Menschen für ihre Leistung im Job.“

Übrigens: Lückenkemper war nicht die Einzige, der nach dem 100-Meter-Finale die Tränen kamen. Auch Alica Schmidt, die zuvor souverän ins 400-Meter-Finale am Sonntag eingezogen war, war zu Tränen gerührt - wie ihre Trainingskollegin Michelle Janiak in ihrer Instagram-Story postete.

Bei den Männern setzte sich Topfavorit Owen Ansah aus Hamburg nach einem starken Finish in 10,09 Sekunden gegen Julian Wagner (10,12/Erfurt) und Lucas Ansah-Peprah (10,17/Hamburg) durch. Damit verpasste der 21-Jährige die WM-Norm für Eugene/USA (15. bis 24. Juli) nur um vier Hundertstelsekunden.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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