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Kultusminister setzten auf Lüften - Masken kein Automatismus

·Lesedauer: 1 Min.

MAINZ/BERLIN (dpa-AFX) - Trotz deutlich steigender Corona-Infektionszahlen sollen die Schulen und Kitas nach Auffassung der Kultusministerkonferenz (KMK) möglichst lange offen bleiben. "Lüften bleibt dabei das A und O", sagte die KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) am Freitag in Mainz nach zweitägigen Video-Beratungen der 16 Landes-Minister. "Räume, die man nicht lüften kann, können auch nicht für den Unterricht genutzt werden." Bei höheren Infektionszahlen könne es sinnvoll sein, die Maskenpflicht auch im Unterricht anzuordnen.

"Ein Automatismus macht aus unserer Sicht aber keinen Sinn", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. Diese Entscheidung müsse von der Situation vor Ort abhängig gemacht werden. In Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auf den Unterricht ausgeweitet. Die Kultusminister wollen Ende nächster Woche erneut zusammenkommen.

Gekippte Fenster reichten zum Lüften nicht aus. In diesen Räumen müsse geprüft werden, ob zusätzliche Geräte Sinn machten, sagte Hubig. Die Bundesländer seien sich einig, dass Lüftungsgeräte nur ergänzend sinnvoll seien. Bisher habe nur Bayern ein Finanzierungsprogramm für solche Geräte aufgelegt. CO2-Ampeln seien nach Einschätzung des Umweltbundesamtes nicht notwendig, könnten jedoch in Erwägung gezogen werden, um das Lüftungsverhalten einzuüben

- solche Ampeln zeigen an, wie viel Luft verbraucht wurde. Die

Behörde empfiehlt drei Mal pro Sunde intensives Lüften.

Alle 16 Minister seien sich einig, dass das Recht auf Bildung oberste Priorität haben müsse, sagte Hubig. "Die Schulen sind nicht die Treiber der Pandemie." Die meisten Infektionen gingen auf Partys und Familienfeiern zurück. Hubig appellierte an die Bürger, möglichst darauf zu verzichten, und wo das nicht gehe, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Minister seien sich auch einig gewesen, dass eine Verlängerung der Weihnachtsferien kein Beitrag sei, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.