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Kryptowährungen – So können Sie 2019 investieren

Stefanie Kühn
Finanzexpertin Yahoo Finanzen
Krypthowähungen sind inzwischen für jedermann zugänglich (Foto: Getty Images)

2020 möchte Facebook seine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen – Libra-Coin soll sie heißen. Wie schon mit Bitcoin soll man mit Libra online bezahlen können und auch günstig Geld über Grenzen hinweg transferieren können. Im Unterschied zu den bisherigen Kryptowährungen soll Libra mit risikoarmen Staatsanleihen und Bankguthaben hinterlegt sein. Anleger tauschen zum Beispiel so klassische Währungen in Libra ein. Es ist aber auch vorstellbar, dass der Anleger Daten gegen Libra tauscht. Durch die Hinterlegung soll der Libra-Coin nicht so stark schwanken wie Bitcoin, Ethereum und Co..

Doch noch gibt es wenig Details – derzeit müssen Anleger sich, wenn sie in Kryptotwährungen investieren möchten, an die gängigen Währungen wie Bitcoin oder Ethereum halten. Doch die Kryptowährungen schwanken stark. Nach dem Bitcoin-Hype sackten die Kurse zu Beginn des Jahres 2018 um ungefähr Dreiviertel ab. Seit diesem Jahr verdoppelten sich die Kurse. Sie sehen schon – die Anlageform ist nichts für schwache Nerven. Viele sprechen bei Bitcoin und Co. auch gar nicht von einer Anlageform. Die auf der Blockchain Technologie basierten Währungen sind aber mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Sie verhalten sich anders als andere Anlageklassen – und das könnte sie für Anleger interessant machen. Jedoch nur in kleinen Mengen und mit Geld, das langfristig nicht anderweitig benötigt wird.

Während es in den ersten Jahren als Privatanleger ohne Computerkenntnisse noch fast unmöglich war, Bitcoins zu halten, haben sich in den letzten Jahren über Marktplätze oder Bitcoinbörsen mehrere Anlagemöglichkeiten ergeben. Der Unterschied ist folgender: Der Handel an Marktplätzen erfolgt manuell, hier wird ein Handelspartner gesucht. Der Handel an den Kryptobörsen erfolgt dagegen automatisiert- so wie Sie es auch von Aktienbörsen kennen. Bei beiden Varianten müssen Sie sich legitimieren, erhalten dann einen Zugang und können handeln. Auch über die Fidorbank können Sie direkt an Bitcoin kommen.

Inzwischen gibt es auch Zertifikate, die den Kursverlauf einer Kryptowährung abbilden. So existieren zum Beispiel open-end Zertifikate auf Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum. Ein Zertifikat ist immer eine Schuldverschreibung – wenn die Bank, die das Zertifikat herausgibt, pleite geht, dann verlieren Sie ihr Geld – egal wie der Kurs der Kryptowährung steht. Seit der Lehmann Pleite ist das keineswegs nur ein theoretischer Fall. Für viele Anleger dürfte dies trotzdem die einfachste Art des Investierens sein, denn das Zertifikat kann in jedem Depot liegen und erfordert keine neue Geschäftsverbindung.

Wer lieber auf Aktien setzen möchte, findet einen z.B. einen Aktienfonds von Invesco, der in Unternehmen anlegt, die digitale Währungen herstellen oder in Finanzdienstleister, die auf Basis der Blockchain-Technologie arbeiten.