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„Kritische Schwelle überschritten“: Entwickler des Vollgeld-Systems warnt vor explodierenden Schulden

Christoph Damm
Euro Geld Deutschland

Es sind Fragen, die sich nur wenige Menschen stellen — dabei sind sie essentiell für unser gesamtes Geldsystem: Woher kommt das Geld der Bank, wenn jemand einen Kredit aufnimmt? Besitzt die Bank so viele Münzen und Scheine einer Währung, um den Betrag zu decken, den die Kontostände ihrer Kunden ergeben?

Zumindest die zweite Frage lässt sich schnell beantworten: nein. Das Geld ist nicht physisch bei den Banken hinterlegt — vielmehr handelt es sich nur um einen kleinen Teil von einem Prozent, den sie decken müssen. 

Genau das macht sie allerdings anfällig für Krisen. Werden die Kunden misstrauisch und räumen ihre Konten, geraten Banken an ihre Grenzen — eben weil sie nicht so viel Geld in Münzen und Scheinen vorrätig haben, um spontan einen großen Auszahlungsbedarf zu decken. Bleibt die Frage nach dem Geld, das plötzlich nach der Kreditaufnahme auf den Konten landet: Es entsteht tatsächlich quasi aus dem Nichts. 

Joseph Huber: Geld nur noch von den Zentralbanken

Nach vielen Formalitäten und einem Abschluss haben die Kreditnehmer plötzlich eine mehr oder weniger große Summe auf ihrem Konto. Doch das Geld hat die Bank im Gegenzug nicht in Form von Münzen, Scheinen oder anderer Einlagen von Kunden erhalten. Joseph Huber ist Ökonom und Soziologe — und Gegner dieses Systems. Darum hat der 69-Jährige bereits Ende der 90er Jahre das Vollgeld-System entwickelt.

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