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Kleine E-Autos, große Wirkung: Diese Tiny Cars erobern den Markt – und machen Tesla Konkurrenz

Der Microlino Lite.  - Copyright: John Keeble/Getty Images
Der Microlino Lite. - Copyright: John Keeble/Getty Images

Winzige Elektroautos haben Konjunktur. In Märkten wie China, Japan und Europa werden lächerlich kleine E-Autos in großen Stückzahlen verkauft, mit Fahrzeugen wie dem Seagull von BYD und dem Nissan Sakura, die Tesla herausfordern.

Im Gegensatz dazu beherrschen auf dem US-amerikanischen Elektromarkt SUVs wie das Tesla Model Y und Pickups wie der Ford F150 Lightning die Straßen. Dies könnte sich nun ändern. Denn Verbraucherdaten zeigen, dass US-Fahrer zunehmend kleinere Fahrzeuge nachfragen. Autohersteller wie Ford und Tesla versprechen, günstigere Modelle zu bauen.

Zehntausende von in China hergestellten Autos werden jedes Jahr in den USA verkauft. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sich jemand in den USA in nächster Zeit hinter das Steuer eines Seagull oder Sakura setzen kann.

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Die von der Regierung erhobenen Zölle auf chinesische Elektroautos und die Vorschriften, die den Import kleinerer Fahrzeuge einschränken, machen es noch schwieriger. Hier sind einige der kleinen Elektroautos, die in Asien – und auch Europa – für Furore sorgen.

BYD Seagull

Die BYD Seagull - Copyright: Aly Song/Reuters
Die BYD Seagull - Copyright: Aly Song/Reuters

BYD hat seine Konkurrenten in China schnell in den Schatten gestellt. Es ist zum wichtigsten Herausforderer von Elon Musk in China geworden – dank seiner umfangreichen Palette an Elektroautos, darunter auch mehrere kleinere, billigere Modelle.

Der Seagull ist ein winziges Elektroauto. Mit einer Akkuladung kann es 305 Kilometer weit fahren und kostet 11.000 US-Dollar (10.107 Euro).

2025 soll das Modell nach Europa kommen, wahrscheinlich zu einem deutlich höheren Preis, der die Konkurrenz dennoch vor Probleme stellen dürfte. Volkswagen peilt ein Einsteigermodell für 20.000 Euro an, einer Kooperation mit Renault für einen elektrischen Twingo zerschlug sich laut Reuters jedoch.

Der Seagull, der im vergangenen Jahr auf den Markt kam, hat sich in BYDs Heimatland als sehr beliebt erwiesen. Aber es ist unwahrscheinlich, dass er in absehbarer Zeit in die USA kommt, nachdem die US-Regierung die Zölle auf chinesische E-Fahrzeuge erhöht hat.

Hong Guang Mini

Der Wuling Hong Guang Mini auf der Autoshow in Shanghai 2021. - Copyright: HECTOR RETAMAL/Getty Images
Der Wuling Hong Guang Mini auf der Autoshow in Shanghai 2021. - Copyright: HECTOR RETAMAL/Getty Images

Der Hong Guang Mini EV wurde von den chinesischen Automobilherstellern SAIC Motor und Wuling Motor in Zusammenarbeit mit General Motors entwickelt. Er sorgte bei seiner Markteinführung im Jahr 2020 für Aufsehen.

Der winzige Personentransporter war 2022 das meistverkaufte Elektroauto in China. Er verkauft sich auch vier Jahre nach seiner Vorstellung noch besser als das Tesla Model 3.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum das so ist. Der Hong Guang Mini erzielt eine Reichweite von etwa 170 Kilometern mit einer einzigen Ladung. Berichten zufolge kostet er zwischen 28.800 und 38.800 Yuan, also zwischen 3.662 und 4.933 Euro. Und er ist bezaubernd.

Nissan Sakura

"Sakura" bedeutet auf Japanisch "Kirschblüten". - Copyright: SOPA Images/Getty Images
"Sakura" bedeutet auf Japanisch "Kirschblüten". - Copyright: SOPA Images/Getty Images

Japan hat seit langem ein Faible für winzige Elektroautos, die sogenannten Kei-Cars. Der Nissan Sakura ist eines der beliebtesten.

Das elf Fuß (etwa 3,35 Meter) lange Elektroauto kostet rund 13.000 US-Dollar (11.945 Euro). Es war 2023 das meistverkaufte Elektroauto Japans.

Fahrer haben Business Insider berichtet, dass der Sakura, der nur in Japan erhältlich ist, perfekt für die engen Straßen Tokios und für Tagesausflüge aufs Land geeignet sei.

"Er startet wie eine Rakete aus dem Stand und erklimmt Hügel und Bergstraßen wie ein ausgewachsenes Auto", sagte ein Besitzer.

Citroen Ami

Der Citroen Ami ist technisch gesehen ein "Elektro-Vierrad".  - Copyright: BI
Der Citroen Ami ist technisch gesehen ein "Elektro-Vierrad". - Copyright: BI

Technisch gesehen ist der Citroen Ami gar kein Elektroauto, sondern ein "Elektro-Vierrad".

Das niedliche Vierrad kostet im Vereinigten Königreich 12.285 US-Dollar (11.288 Euro). Es wurde erstmals 2020 in Frankreich vorgestellt und ist in ganz Europa erhältlich.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 28 Meilen pro Stunde (circa 45 Kilometer pro Stunde) und einer Reichweite von nur 46 Meilen (etwa 74 Kilometer) ist der Ami (was auf Französisch "Freund" bedeutet) eher ein Stadtfahrzeug. Aber es hat auf jeden Fall die Blicke auf sich gezogen, als Business Insider eine Testfahrt in London absolvierte.

Microlino

Das Microlino "bubble car" - Copyright: Anadolu/Getty Images
Das Microlino "bubble car" - Copyright: Anadolu/Getty Images

Das Beste an diesem "bubble car" ist die Art und Weise, wie man in das Fahrzeug einsteigt. Der Microlino hat eine kühlschrankähnliche Tür, durch die man von vorne ein- und aussteigen kann.

Der Microlino wurde von der Schweizer Rollerfirma Micro entwickelt. Er bietet eine maximale Reichweite von 228 Kilometern und kostet ab 19.900 US-Dollar (etwa 18.285 Euro).

Das winzige Mikroauto wird seit 2021 in Europa verkauft und soll noch in diesem Jahr in Großbritannien auf den Markt kommen.

In den USA kann man es nicht kaufen, aber Micro hat gerade eine abgespeckte Version mit dem Namen Microlino Lite vorgestellt, von der CMO Merlin Ouboter gegenüber "The Verge" sagte, dass das Unternehmen hoffe, sie bis Ende 2024 in den USA verkaufen zu können.

Lest den Originalartikel auf Business Insider