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KfW-Gewinn gesunken - Höhere Risikovorsorge wegen Ukraine-Krieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Gewinn der staatlichen Förderbank KfW ist zu Jahresbeginn infolge von Belastungen durch den Ukraine-Krieg deutlich gesunken. Der Konzerngewinn schrumpfte im ersten Quartal 2022 auf 60 Millionen Euro nach 569 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Institut am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Der Rückgang resultierte maßgeblich aus den negativen Folgen des Krieges von insgesamt minus 391 Millionen auf das Bewertungsergebnis. Dabei seien sowohl die direkten als auch die indirekten Engagements der KfW in der Region berücksichtigt worden.

Zugleich stieg die Nachfrage nach zinsgünstigen Krediten der KfW. Das gesamte Fördervolumen erhöhte sich auf 41,0 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 24,5 Mrd.), getrieben unter anderem von der starken Nachfrage nach dem Programm Effiziente Gebäude (BEG). Das Interesse an den Corona-Hilfsprogrammen im Inland verringerte sich dagegen weiter.

Nach der Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise ist das Förderinstitut, das dem Bund (80 Prozent) und den Ländern (20 Prozent) gehört, wegen der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges weiter stark gefragt. Die Bundesregierung hat für Firmen, die von Folgen des Ukraine-Kriegs belastet sind, ein Hilfspaket beschlossen. Dieses sieht unter anderem ein Sonderkreditprogramm der KfW vor. "Wir arbeiten seit Wochen sehr intensiv mit der Bundesregierung, um die Folgen des Krieges zu bewältigen und den notwendigen Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft zu unterstützen", sagte KfW-Chef Stefan Wintels.

Nach einem Gewinnrückgang in der Corona-Krise 2020 hatte die KfW im vergangenen Jahr einen Milliarden-Überschuss von 2,2 Milliarden Euro erzielt. Zu Beginn des laufenden Jahres belasteten nun die Folgen des Ukraine-Krieges. Vorstandschef Wintels hatte bei der Vorstellung der Bilanz 2021 betont, die Förderbank habe in den vergangenen Jahren ihr direktes und indirektes Engagement in der Ukraine und Russland verringert.

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