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Kapitalbedarf im Bauimperium: Millionär Christoph Gröner verkauft "ein paar Porsche" und "mehrere Villen"

Der Bauunternehmer Christoph Gröner verkauft einige seiner Porsches (Symbolbild). - Copyright: Getty Images / Picture Alliance / Porsche / Collage: Dominik Schmitt
Der Bauunternehmer Christoph Gröner verkauft einige seiner Porsches (Symbolbild). - Copyright: Getty Images / Picture Alliance / Porsche / Collage: Dominik Schmitt

"Wer motiviert ist, kommt auch mal ohne Schlaf zurecht", hat der Bauunternehmer Christoph Gröner mal im Gespräch mit unserem Podcast "Business Class" verraten. Offenbar kommt er auch mit ein paar weniger Luxusautos zurecht. Denn: Um eine Finanzlücke in seinem Unternehmen zu schließen, hat er "einige Porsche" und "mehrere Villen" in Südfrankreich verkauft, wie er dem "Handelsblatt" verriet.

Christoph Gröner zählt zu den größten Bauunternehmern in Deutschland. Der 56-Jährige ist CEO der Gröner Group AG und mit seiner Firma für zahlreiche Großimmobilienprojekte in Deutschland verantwortlich. Er fing als Bauhelfer an und brach dann sein Maschinenbau-Studium ab, um als selbstständiger Unternehmer durchzustarten. Heute baut Gröner Wohnungen, Hochhäuser und ganze Quartiere. Sein Vermögen wird auf 80 Millionen Euro geschätzt.

Immobilien-Firmen unter Druck

Doch in der jüngeren Vergangenheit mussten gleich mehrere Projektentwickler Insolvenz anmelden. Das wohl bekannteste Beispiel war die Signa Holding des österreichischen Investors René Benko, die Ende vergangenen Jahres spektakulär pleite ging. Neben den Luxuskaufhäusern Kadewe oder Oberpollinger gehört auch die Kette Galeria Karstadt Kaufhof zu seinem Imperium. Auch Gröners Konkurrent, das Unternehmen Project Immobilien, traf die Pleitewelle.

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Wie das "Handelsblatt" nun berichtet, hat auch die Gröner Group AG einen beachtlichen Schuldenberg angehäuft. Knapp eine halbe Milliarde Euro an Verbindlichkeiten, also beispielsweise Schulden gegenüber Banken, weist der gerade veröffentlichte Jahresabschluss für das Jahr 2022 aus. Gleichzeitig erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss von etwa 7,6 Millionen Euro.

Christoph Gröner führte seinem Unternehmen 80 Millionen zu

„Es gibt keine Rückzahlungsforderungen von Banken, die wir nicht geregelt bekommen, abgesehen von kleineren Beträgen, die wir regelmäßig mit unserer Rechtsabteilung bearbeiten", sagt Gröner zur finanziellen Situation seines Unternehmens. Laut eigenen Angaben habe er der Gröner Group AG in den Jahren von 2021 bis 2023 etwa 80 Millionen Euro zugeführt.

Für das Jahr 2022 weist das Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 490 Millionen Euro aus. - Copyright: Jahresabschlusss 2022 / Bundesanzeiger
Für das Jahr 2022 weist das Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 490 Millionen Euro aus. - Copyright: Jahresabschlusss 2022 / Bundesanzeiger

„Dass die Gröner Group kippt, höre ich schon seit der Immobilienmesse Expo Real 2021. Aber ich werde so viel Geld in mein Unternehmen investieren, bis wir durch sind", fügt er im Gespräch mit dem "Handelsblatt" hinzu. Dafür hat er sich jetzt auch von ein paar Porsches getrennt. Bei einer Sammlung von mehr als 40 Luxusautos der Kultmarke sollte das für den Multimillionär aber verkraftbar sein.

Auch etwas über die Gröner Group gehört? Dann meldet euch vertraulich bei unserem Reporter Luca Schallenberger (luca.schallenberger@businessinsider.de, Threema: 3MRRX6T9).