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Junge Union fordert Pendlerpauschale für Hin- und Rückweg

BERLIN (dpa-AFX) - Die Junge Union (JU) plädiert dafür, die Entfernungspauschale für den Hin- und den Rückweg zur Arbeit zu gewähren - und nicht mehr nur für die einfache Entfernung. Denn in den vergangenen Jahren seien die Kosten für die Mobilität der Menschen in Deutschland erheblich gestiegen, heißt es in einem Leitantrag der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU für ihren Deutschlandtag am kommenden Wochenende in Saarbrücken. "Die aktuelle Entfernungspauschale deckt dabei schon länger nicht mehr die Kosten für den Arbeitsweg der Bürger", heißt es in dem Antrag weiter, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

So sei in den vergangenen zehn Jahren der Preis für einen Neuwagen der Klein- und Mittelklasse um etwa 5000 Euro gestiegen. Und die Bahn habe in diesem Zeitraum acht Mal die Preise um jeweils mindestens zwei Prozent angehoben. Daher müsse künftig jährlich eine Anpassung der Pauschale für den Hin- und Rückweg auf Grundlage der Inflationsrate vorgenommen werden, heißt es dort weiter.

Die Junge Union schlägt ferner vor, die deutsche Kohlekrafttechnologie zum Exportschlager weiterzuentwickeln. Im Antrag heißt es dazu, die JU stehe zum Kohleausstieg 2038. "Allerdings sind derzeit weltweit 1400 neue Kohlekraftwerke im Bau oder in der Planung. Die Kohletechnologie wird also weltweit noch lange das Klima belasten. Wir fordern deshalb, drei der fortschrittlichsten deutschen Kohlekraftwerke zu Forschungskohlekraftwerken weiterzuentwickeln."

Damit sollten zwei Ziele erreicht werden: "Zum einen soll effiziente Technologie der Kohlekraft "Made in Germany" zum Exportschlager werden und neue Jobs schaffen. Zum anderen kann durch den Export möglichst umweltschonender Kohletechnologie ein messbarer Beitrag zum internationalen Klimaschutz geleistet werden." Die drei Kraftwerke müssten während ihrer Restlaufzeit ihre Emissionen weiter verringern, um auch in Deutschland einen zusätzlichen positiven Effekt zu haben.