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Julius Bär macht nach vollem Signa-Abschreiber reinen Tisch

(Bloomberg) -- Das Schweizer Bankhaus Julius Bär zieht sich nach einer kompletten Abschreibung der Kredite an das insolvente Signa-Konglomerat aus dem Private-Debt-Geschäft zurück. Bankchef Philipp Rickenbacher tritt wegen der Signa-Verluste wie bereits berichtet zurück.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Die Zürcher Privatbank gab am Donnerstag die vollständige Wertberichtigung ihres “größten Private Debt Engagements” in Höhe von 586 Millionen Franken bekannt. Dass es sich dabei um Kredite an das Signa-Imperium von René Benko handelt, ist inzwischen weithin bekannt. Der Nettogewinn für das Jahr 2023 bricht deshalb um 52% auf 454 Millionen Franken ein.

Mehr zum Thema: Julius-Bär-Chef Rickenbacher nimmt wegen Signa den Hut

Der stellvertretende CEO Nic Dreckmann übernimmt interimistisch die Chefposition, bis ein permanenter Nachfolger für Rickenbacher gefunden wurde. David Nicol, Vorsitzender des Governance- und Risikoausschusses des Verwaltungsrats, wird sich auf der Generalversammlung 2024 nicht zur Wiederwahl stellen. Die Vergütung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung werde deutlich reduziert, so die Bank.

“Im Namen des gesamten Verwaltungsrats drücke ich mein tiefes Bedauern aus, dass die vollständige Wertberichtigung des größten Engagements in unserem Private Debt Geschäft unseren Konzerngewinn für 2023 signifikant beeinträchtigt hat”, sagte der Verwaltungsratspräsident Romeo Lacher in einer Erklärung. “Wir konzentrieren unsere Kreditvergabe auf traditionellere Bereiche, die einen wichtigen Bestandteil unseres Vermögensverwaltungsangebots bilden.”

Die Privatbank — Nummer zwei in der Schweiz nach Platzhirsch UBS — hatte im November eingeräumt, Kredite von 606 Millionen Franken an die Signa-Gruppe von René Benko vergeben zu haben und sorgte damit für einen Einbruch an der Börse. Zweifel der Bankenaufsicht Finma an der Risikokontrolle und eine Herabstufung des Ratings verschärften die Problemlage.

Julius Bär wird nun die verbleibenden 800 Millionen Franken an Privatkrediten abwickeln und das Kreditgeschäft auf “Bereiche mit historischer Stärke — Lombard- und Hypothekarkredite” neu ausrichten.

Julius Bär könnte im vergangenen Jahr von den Turbulenzen beim Lokalrivalen Credit Suisse profitiert haben. Die Netto-Neugeldzuflüsse beliefen sich auf 12,5 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 43% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Überschrift des Artikels im Original:Julius Baer to Exit Private Debt After Benko Saga Claims CEO

(Neu: durchgehend aktualisiert)

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