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Johnson macht weiter - Unterstützung bröckelt

Die Unterstützung bröckelt, doch der britische Premierminister Boris Johnson gibt sich unbeirrt. Einen Rücktritt hat er abermals ausgeschlossen. Auch Innenministerin Priti Patel - eine der engsten politischen Vertrauten Johnsons - ist Medienberichten zufolge vom Regierungschef abgerückt.

Gove entlassen, Hart geht von selbst

Michael Gove, Minister für Wohnungswesen, wurde von Johnson entlassen. Gove hatte dessen Rücktritt gefordert. Der für den britischen Landesteil Wales zuständige Minister Simon Hart hingegen legte sein Amt von sich aus nieder.

Johnson war unter Druck geraten, als er einem Abgeordneten, gegen den der Vorwurf der sexuellen Belästigung im Raum steht, ein hohes Fraktionsamt übergab und beteuerte, nichts von den Anschuldigungen gewusst zu haben, ehe er sich für die Personalentscheidung entschuldigte.

Unter schwierigen Umständen sei die Aufgabe eines Premierministers, der ein riesiges Mandat übernommen habe, weiterzumachen. Und genau das werde er tun, so Johnson im Unterhaus des britischen Parlaments.

Starmer: „Keinen Funken Loyalität"

Keir Starmer, Vorsitzender der oppositionellen Labour-Partei, entgegnete: „Es war dasselbe, als Steuergeld veruntreut wurde und als Sie und Ihre Getreuen sich zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen Feierlichkeiten hingegeben haben. Alle, die sich jetzt davonmachen, nachdem sie all das zuvor verteidigt haben, verfügen über keinen Funken Loyalität", so Starmer.

Vor einem Monat überstand Johnson einen Misstrauensantrag, der wegen der Feierlichkeiten in seinem Amtssitz angestrengt worden war. Diese hatten in der Coronavirus-Pandemie einen Verstoß gegen behördlich angeordnete Alltagsbeschränkungen bedeutet.

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