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Italienischer Virologe: An Impfpriorisierung festhalten

·Lesedauer: 1 Min.

ROM (dpa-AFX) - Italien sollte beim Impfen gegen Covid-19 nach Ansicht des Präsidenten der nationalen Arzneimittelagentur (Aifa) weiter nach Altersgruppen priorisieren. Menschen über 60 Jahren seien der Infektion maßgeblich ausgesetzt und hätten mit schweren Konsequenzen oder Todesfolge zu rechnen, sagte Giorgio Palù in Interview der Zeitung "Corriere della Sera" (Samstag). In Italien seien 78 Prozent der über 70-Jährigen, 89 Prozent der über 80-Jährigen und etwa 92 Prozent der über 90-Jährigen fast durchgeimpft.

Der Experte, der auch im wissenschaftlichen Beratergremium des Gesundheitsministeriums sitzt, forderte außerdem, die Corona-Beschränkungen nur schrittweise zu lockern. Italiens epidemiologische Daten seien zwar ermutigend, die einfachen Regeln und die Impf-Kampagne blieben jedoch ausschlaggebend.

Italiens Regierung will in den kommenden Wochen weitere Corona-Beschränkungen lockern. Zuletzt wurde etwa die Ausgangssperre verkürzt, demnächst sollen auch Fitnessstudios wieder öffnen können. In der Impfkampagne wurden in manchen Regionen bereits über 40-Jährige immunisiert. Etwa 16 Prozent in dem Mittelmeerland mit rund 60 Millionen Einwohnern sind durchgeimpft. Stand Samstagmorgen wurden bislang insgesamt knapp 30 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Mit Blick auf die Pandemie-Lage hatten die Behörden am Freitag etwas mehr als 200 Tote mit dem Virus und rund 5200 Neuinfektionen gemeldet.

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