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Ischgl-Prozess: Österreich lehnt Vergleich ab

·Lesedauer: 1 Min.

Beim ersten Prozess um den Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl hat der österreichische Staat eine einvernehmliche Lösung abgelehnt. Die Republik vertritt die Auffassung, dass Regierung und Behörden richtig gehandelt haben.

Vor dem Wiener Landgericht fordern die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, rund 100 000 Euro Schadenersatz vom Staat.

Dazu Klägeranwalt Alexander Klauser:

"Jetzt ist der erste schwere Fehler passiert. Man hatte noch zumindest 48 Stunden, zwei volle Tage Zeit, um zu reagieren. Aber was alle Geschädigten sich am meisten Wünschen wäre, dass die Republik Österreich endlich bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Davon ist bis jetzt nichts zu merken."

Ischgl wurde im März 2020 wegen steigender Fallzahlen plötzlich geschlossen. Bei dem Gericht sind bislang 15 Klagen eingegangen. Der österreichische Verbraucherschutzverein, der die Klagen unterstützt, rechnet jedoch damit, dass insgesamt bis zu 3.000 Klagen aus ganz Europa eingehen werden.

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