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Indiens Premier: In Krisenzeiten globale Verantwortungen erfüllt

·Lesedauer: 1 Min.

DAVOS/NEU DELHI (dpa-AFX) - Indiens Premierminister Narendra Modi hat beim Weltwirtschaftsforum Werbung für die Impfdiplomatie seines Landes gemacht. "Indien hat in diesen Krisenzeiten auch seine globale Verantwortungen seit dem Beginn erfüllt", sagte der 70-jährige Politiker am Donnerstag.

Das Riesenland hat Hunderttausende eigens produzierte Corona-Impfstoff-Dosen kostenlos an Länder in seiner Region verteilt sowie weitere Dosen günstig an andere Länder verkauft. Mit seiner Impfstoff-Diplomatie will Indien auch angesichts des immer stärker werdenden Nachbars China Einfluss in seiner Region gewinnen.

In Indien sind bislang zwei Impfstoffe zugelassen - derjenige von Astrazeneca <GB0009895292> und ein einheimisch entwickelter. Beide werden in Indien hergestellt. Um den einheimischen Impfstoff gab es eine Kontroverse, weil ihm die Regierung eine Zulassung erteilte, obwohl er sich noch in Phase drei der klinischen Studien befindet und noch keine Daten zur Wirksamkeit vorliegen.

Indien wird oft als "Apotheke der Welt" bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt wird. Viele davon gehen nach eigenen Angaben für relativ wenig Geld an ärmere Länder.

Modi sagte am Donnerstag, dass sein Land in zwölf Tagen mehr als 2,3 Millionen Gesundheitsmitarbeiter gegen Corona geimpft habe. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen geimpft werden. Das entspricht weniger als einem Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner im Land. In Indien gibt es in absoluten Zahlen am zweitmeisten bekannte Coronafälle - insgesamt mehr als 10,7 Millionen. Zuletzt waren die erfassten Neuinfektionen rückläufig - auch schon vor dem Impfstart.