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HWWI: Preisboom bei Industrierohstoffen vorerst unterbrochen

·Lesedauer: 2 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Die chinesischen Schritte gegen den Preisboom bei Rohstoffen zeigen nach Beobachtung des Hamburger Forschungsinstituts HWWI Wirkung. "Im Juni wurde der Aufwärtstrend der Preise für die meisten Industrierohstoffe zum ersten Mal seit Monaten unterbrochen", berichteten die HWWI-Experten am Donnerstag. Unter dem Strich waren Industrierohstoffe im Juni an den Weltmärkten 1,8 Prozent günstiger zu haben als im Mai, als das Preisniveau allein gegenüber dem Vormonat um 14,2 Prozent angezogen hatte. Befeuert werden die Rohstoffpreise - neben dem nach wie vor hohen Niveau zum Beispiel bei Metallen - derzeit vor allem von den mehrjährigen Höchstständen bei Rohöl. Auch die Preise für Kohle liegen nach HWWI-Beoabachtung "auf Höchstständen, die seit 10 Jahren nicht mehr überschritten wurden".

Die chinesische Regierung stemmt sich gegen eine drohende stärkere Inflation im Sog des Rohstoffpreisbooms der vergangenen Monate und hatte im Juni Verkäufe staatlicher Kupfer-, Zink und Aluminium-Bestände an Metallproduzenten angekündigt. Hintergrund der Rohstoffpreisrally ist die anziehende Weltkonjunktur mit den beiden Schwergewichten USA und China voran.

Die Preise für Nichteisenmetalle sanken im Juni im Schnitt um 1,9 Prozent, was auf Preisrückgänge an den Märkten für Kupfer und Zink zurückzuführen ist, berichtete das HWWI. "Auch auf den Eisenerzmärkten waren im Juni nur leichte Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat zu beobachten. Begründet wird die Entwicklung auf den Eisenerzmärkten damit, dass China seine Stahlproduktion reduzieren muss, um seine CO2-Emissionsziele zu erreichen." Eine leichte Entspannung registrieren die HWWI-Volkswirte auch bei Holz. Das erklären sie unter anderem mit erhöhten Kapazitäten amerikanischer Sägewerke sowie mit wegen der hohen Baustoffpreise zurückgestellten Bauprojekten.

Neben der Ölpreishausse sticht für die HWWI im Energiesektor vor allem ein Preisboom bei Kohle ins Auge. "Während die südafrikanischen Kohlepreise im Vergleich zum Vormonat um durchschnittlich 12 Prozent stiegen, erhöhten sich die australischen Kohlepreise im Monatsdurchschnitt sogar um 24,8 Prozent", berichten sie - und zwar trotz fortschreitender Dekarbonisierung der Wirtschaft. "Aufgrund des chinesischen Importverbots an australischer Kohle, mussten die Lieferketten für Kohle neu organisiert werden", schreiben sie als Erklärung. "Die verzerrten Handelsströme aufgrund des Handelsstreits zwischen China und Australien, ein geschwächtes Angebot an Kohle aufgrund von Minenschließungen in Kolumbien sowie Überschwemmungen in Indonesien und Australien trieben im Juni die Preise für Kohle nach oben."

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