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Ein Hund positiv auf Affenpocken getestet – er hat sich wohl bei seinen Besitzern angesteckt

Hunde können sich offenbar bei Menschen mit Affenpocken anstecken. (Symbolbild) - Copyright: Rhys Leonard/EyeEm via Getty Images
Hunde können sich offenbar bei Menschen mit Affenpocken anstecken. (Symbolbild) - Copyright: Rhys Leonard/EyeEm via Getty Images

Erstmals hat sich nachweislich ein Hund mit Affenpocken angesteckt – wohl bei seinen Besitzern. Der Fall wirft neue Fragen zur Übertragung von Mensch zu Tier auf. Die Hundehalter, zwei Männer aus Paris, zeigten Ende Mai Symptome von Affenpocken, heißt es in einem Fallbericht, der am 10. August in der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurde.

Beide Männer entwickelten Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie eitrig gefüllte Blasen am Körper. Sie achteten eigenen Angaben zufolge darauf, von Beginn ihrer Symptome an den Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden, und setzten auch ihren vierjährigen italienischen Windhund unter Quarantäne.

Trotzdem entwickelte der Hund zwölf Tage, nachdem seine Besitzer erste Symptome gezeigt hatten, ebenfalls mit Eiter gefüllte Blasen am Bauch. Tests ergaben, dass die Männer und der Hund mit dem gleichen Affenpockenvirus infiziert waren.

Es ist bekannt, dass Affenpocken eine Vielzahl von Säugetieren infizieren können. Das Friedrich-Loeffler-Institut, ein Forschungsinstitut des Bundes für Tiergesundheit, schreibt entsprechend, dass Affenpocken durch ein Virus verursacht würden, das bei Affen (daher der Name) Erkrankungen auslöse. Vermutlich seien aber Hörnchen und Nagetiere die Hauptträger des Virus in der Tierwelt. Aus der Tierwelt sei der Erreger dann wiederum auf Menschen übertragbar.

Vor dem Fall aus Paris, bei dem sich ein Hund bei Menschen angesteckt hat, gab es laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC allerdings keine Berichte über die Übertragung von Affenpocken von Menschen auf Tiere.

"Das ist der erste Fall, von dem wir wissen – zumindest in der westlichen Welt während dieses jüngsten Ausbruchs. Es handelt sich also eindeutig nicht um etwas, das sehr leicht passiert", erklärte Colin Parrish, Professor für Veterinärvirologie an der Cornell University, auf Anfrage von Business Insider.

Infektionen bei Hunden sind wahrscheinlich selten

Laut Parrish ist es unwahrscheinlich, dass die Übertragung von Mensch zu Hund oder umgekehrt ein großes Risiko bei Affenpockenausbrüchen darstellt. "Im Moment gibt es keine Anzeichen dafür, dass Hunde zu einem ständigen Infektionswirt für Affenpocken werden", sagte er. Wahrscheinlicher sei, dass es sich um eine seltene sogenannte Spillover-Infektion handele, bei der ein Virus auf einen neuen Wirt außerhalb seiner primären Wirtsart übergesprungen ist.

Hunde und Katzen können sich auch mit Grippeviren anstecken, die normalerweise Menschen infizieren. Fälle bei Haustieren sind aber selten. Könnten sich Viren leicht zwischen Menschen und Hunden verbreiten, gäbe es viel mehr gemeinsame Krankheiten zwischen Menschen und ihren Haustieren, so Parrish.

Dennoch zeige der Fall, dass die Übertragung von Affenpocken auf und von Haustieren weiter erforscht werden müsse, schlussfolgern die Autoren des "Lancet"-Berichts. Es gebe zwar bislang nicht genügend Informationen, um zu sagen, dass Hunde ein sekundärer Wirt für das Virus sind – aber es sollte untersucht werden, wie Haustierbesitzer sich selbst isolieren sollten, wenn sie an Affenpocken erkranken.

Haltet Abstand zu eurem Haustier

Habt ihr einen Hund, müsst ihr nicht in Panik geraten, solltet ihr an Affenpocken erkranken. Ihr solltet aber engen Kontakt zu eurem Haustier vermeiden, so Parrish. "Ein gemeinsames Bett oder enger Kontakt mit dem Tier sind sicherlich nicht ratsam, aber ich würde sagen, dass man den Hund im Haus behalten kann", sagte er. "Solange der Hund nicht mit den Läsionen in Kontakt kommt, ist es wahrscheinlich in Ordnung."

Auch laut den amerikanischen Gesundheitsbehörden CDC solltet ihr den Kontakt zu Tieren einschränken, solltet ihr euch infiziert haben. Vermeidet also bei einer Erkrankung mit Affenpocken das Kuscheln, Küssen und schlaft nicht mit euren Haustieren in einem Bett, solange ihr ansteckend seid.

Dieser Artikel wurde von Ben Peters aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.