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Haenel will Sturmgewehr zu 90 Prozent in Deutschland bauen

·Lesedauer: 1 Min.

Das neue Sturmgewehr der Bundeswehr soll größtenteils im Inland produziert werden. Der Hersteller selbst ist Teil eines arabischen Rüstungskonzerns.

Haenel hatte sich bei einem Bieterverfahren gegen den bisherigen Hauslieferanten Heckler   &   Koch durchgesetzt. Foto: dpa
Haenel hatte sich bei einem Bieterverfahren gegen den bisherigen Hauslieferanten Heckler & Koch durchgesetzt. Foto: dpa

Der Thüringer Waffenhersteller C.G. Haenel will das künftige Sturmgewehr der deutschen Streitkräfte ganz überwiegend in Deutschland fertigen. „Die Herstellung des Sturmgewehrs für die Bundeswehr wird mit einem Fertigungsanteil von rund 90 Prozent in Deutschland realisiert und speziell auch der Wirtschaftsregion Südthüringen zugutekommen“, teilte das Unternehmen am Montag in einer ersten öffentlichen Reaktion mit.

Das Haenel-Model „MK 556“ hatte sich in einem Bieterverfahren gegen das Angebot des langjährigen Hauslieferanten Heckler & Koch (Baden-Württemberg) durchgesetzt. Aus Militärkreisen hieß es, die Haenel-Waffe sei leicht besser auf die Anforderungen zugeschnitten, aber deutlich wirtschaftlicher – also preisgünstiger. Allerdings wurden öffentlich Fragen laut, ob und wie Haenel – die Firma ist Teil eines Rüstungskonzerns aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) – den Bau von 120.000 Waffen stemmen kann.

Als Teil der Merkel-Gruppe fertige Haenel in einem „ebenso leistungsfähigen wie modernen Produktionsunternehmen mit hoher Fertigungstiefe“, erklärte Haenel dazu. Die Unternehmensgruppe bilde alle Kernkompetenzen des Waffenbaus mit 120 spezialisierten und hoch qualifizierten Mitarbeitern ab.

Geschäftsführer Olaf Sauer erklärte: „Insbesondere die Rohrfertigung als einer der wesentlichen Faktoren für hochwertige Qualität ist am Standort Suhl in der Merkel-Gruppe mit den erforderlichen Kapazitäten vorhanden.“ Er verwies darauf, dass Haenel bereits Lieferant von Behörden und der Bundeswehr sei.