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Hackerangriff auf Server des Bundeswahlleiters

·Lesedauer: 2 Min.
Blick auf die Zentrale des Statistischen Bundesamtes. Traditionell ist der Amtschef auch der Bundeswahlleiter, in diesem Fall Georg Thiel
Blick auf die Zentrale des Statistischen Bundesamtes. Traditionell ist der Amtschef auch der Bundeswahlleiter, in diesem Fall Georg Thiel

Seit Wochen und Monaten warnen Experten vor möglichen Hackerangriffen und Fake-News-Kampagnen im Zusammenhang mit der anstehenden Bundestagswahl. Nun offenbar ist es passiert: Nach Informationen von Business Insider aus Regierungskreisen haben bislang Unbekannte erfolgreich Server des Bundeswahlleiters angegriffen. Er ist verantwortlich für die Organisation und Überwachung von Wahlen auf Bundesebene.

Der Angriff ereignete sich Ende August. Demnach wurde die Website bundeswahlleiter.de, auf der amtliche Wahlergebnisse veröffentlicht werden, mit extrem vielen Anfragen aus dem Internet bombardiert. Unter der Daten-Last brachen die Server zusammen, die Website war zwischenzeitlich nicht erreichbar. Experten nennen einen solchen Angriff eine DDos-Attacke.

Auf Anfrage bestätigt eine Sprecherin des Bundeswahlleiters Georg Thiel die Attacke auf die Website: "Ende August war für wenige Minuten die Webseite des Bundeswahlleiters störungsbedingt nur eingeschränkt erreichbar. Die Problematik wurde analysiert und die technischen Konzepte wurden entsprechend fortentwickelt. Die Information der Öffentlichkeit durch den Webauftritt des Bundeswahlleiters war und ist gewährleistet."

IT-Systeme, die für die Wahl selbst nötig werden, seien nicht betroffen gewesen, heißt es aus Regierungskreisen. Man habe um die entsprechenden Server ein tiefgestaffeltes Schutzsystem aufgebaut. Dabei arbeitet der Bundeswahlleiter mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dem Verfassungsschutz und dem Bundeskriminalamt zusammen.

Die Attacke zeigt, dass die Warnungen in den letzten Wochen und Monaten vor entsprechenden Cyber-Angriffen realistisch waren. Erst vor kurzem hatte Thiel in der "Tagesschau" erklärt, er stelle sich sogar darauf ein, dass auch am Wahltag selbst eine Cyber-Attacke passieren könnte, eben beispielsweise auf die Website bundeswahlleiter.de. Dies könnte dann genutzt werden, um mithilfe einer Fake-News-Kampagne über soziale Medien die Legitimität der gesamten Wahl infrage zu stellen. Derlei mögliche Versuche schreiben Experten vor allem Russland zu. Thiel gibt jedoch Entwarnung: „Für solche Fälle haben wir mit wichtigen sozialen Medien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten genaue Vorkehrungen getroffen und können schnell reagieren, um solche Meldungen richtigzustellen.“

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