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„Ich hätte die Annahme verweigern können“: Ein Tesla-Besitzer klagt über Qualitätsmängel – und erklärt, warum er trotzdem Fan des Herstellers bleibt

·Lesedauer: 4 Min.

Ein Tesla-Fahrer hat auf Twitter eine Reihe von Qualitätsproblemen bei seinem neuen Model Y aufgeschlüsselt. Quinn Nelson, der Eigentümer und Gastgeber von Snazzy Labs, einem Medienunternehmen, das sich auf Tech-Nachrichten und Testberichte konzentriert, wies auf mehrere Mängel bei seinem neuen Tesla hin. Er beklagte unter anderem eine schlechte Ausrichtung der Verkleidung und der Stoßstange, was zu Undichtigkeiten im Innenraum des Fahrzeugs geführt habe. Außerdem berichtete er von Problemen mit der Klimaanlage und dem Türgriff sowie von einer mangelhaften Lackierung.

https://twitter.com/SnazzyQ/status/1434936966882086917?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1434936966882086917%7Ctwgr%5E%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.businessinsider.com%2Ftesla-owner-details-quality-control-issues-remains-supporter-2021-9

Nelson sagte, dass das Fahrzeug trotz der zahlreichen Probleme, die er gefunden habe, letztlich in einem besseren Zustand sei als sein Model 3, das er 2018 erhalten habe. „Ihr Hauptproblem ist die mangelnde Beständigkeit“, sagte Nelson. „Ich hätte die Annahme verweigern können, weil sie meinen eigenen Qualitätsstandards nicht entsprach. Aber die Lieferung eines neuen Autos könnte Wochen oder sogar Monate dauern und ich würde die Würfel wieder neu werfen. Das nächste Auto könnte in einem noch schlechteren Zustand sein.“

Für Tesla-Besitzer ist es nicht ungewöhnlich, dass Neufahrzeuge bei der Auslieferung für kleinere Reparaturen an lokale Servicezentren zurückgegeben werden. Nelson teilte auf Twitter mit, dass er darum gebeten habe, einige der Probleme des Autos zu beheben, bevor der Kilometerzähler 100 Meilen, etwa 161 Kilometer, erreicht.

Qualitätsprobleme bei Teslas seit langem bekannt

Tesla ist seit langem dafür bekannt, Qualitätsprobleme zu haben, insbesondere bei der Einführung neuer Modelle. Im Jahr 2018 stellte die technische Beraterin Sandy Munro fest, dass Teslas Model 3 schwerwiegende Produktionsmängel aufwies. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie das veröffentlicht konnten“, sagte Munro damals.

Daraufhin gab Tesla-Chef Elon Musk zu, dass der Elektroautohersteller Probleme mit der Qualitätskontrolle habe. In einem Interview mit Munro erklärte Musk, dass es vielleicht keine gute Idee sei, ein neues Tesla-Modell kurz nach der Veröffentlichung zu kaufen. Im vergangenen Herbst berichtete „MotorTrend“, dass das Model Y von Tesla ernsthafte Produktionsprobleme habe, darunter Probleme mit der Ausrichtung der Karosserie und der Lackierung des Fahrzeugs.

Trotz der Beschwerden über die Qualitätsmängel bleiben viele Tesla-Besitzer begeisterte Fans

„Meiner Meinung nach gibt es keinen elektrischen Antrieb, der auch nur annähernd an das herankommt, was Tesla anbietet“, sagte Nelson und bezeichnete die E-Auto-Versuche von Unternehmen wie Volkswagen und Ford als „klobig“. „Wenn man einmal einen Tesla gekauft hat, ist es wirklich schwer wieder zurückzugehen“, sagte er.

Auch wenn Nelson zugibt, dass er kein Fan von Musks Eskapaden sei, wies er auf mehrere Vorteile hin, die Tesla gegenüber anderen Autoherstellern habe. Tesla ist nicht nur der Spitzenreiter, wenn es um die Lieferfähigkeit geht – in den USA hinken die meisten anderen Autohersteller wie Rivian und sogar Ford hinterher, wenn es um technische Daten und Erscheinungstermine geht –, sondern das Unternehmen ist auch ständig auf der Suche nach Innovationen. „Teslas zu besitzen, ist aufregend. Sie verändern sich ständig. Beim Verkauf 2021 war mein Model 3 ein besseres Auto als zum Kaufzeitpunkt 2018“, sagte Nelson und verwies auf die kontinuierlichen Software-Updates des Autobauers.

Vorteil beim Netz aus Ladestationen

Der Elektroautobauer hat auch einen großen Wettbewerbsvorteil, wenn es um das Ladenetzwerk geht. Denn die Reichweitenangst ist eines der großen Hindernisse für die Verbreitung von Elektroautos. Während das US-Infrastrukturgesetz von Präsident Joe Biden Milliarden von Dollar für das Aufladen von Elektroautos vorsieht, ist das Tesla-Netz schneller und leichter verfügbar.

Im Februar gab es in den USA knapp 100.000 Ladestationen für Elektroautos, so ein Bericht der Wissenschaftlerin Isabel Wagner, die im Bereich Verkehr und Automobilbau forscht. Allein 25.000 der insgesamt 100.000 Ladestationen entfallen auf die Supercharger-Stationen von Tesla, wie aus den Daten auf der Website des Unternehmens hervorgeht. Während reguläre Tesla-Stationen mithilfe eines speziellen Adapters auch mit anderen Elektroautos genutzt werden können, sind die Supercharger-Stationen noch nicht mit anderen Elektroautos kompatibel. Musk erklärte jedoch auf Twitter, dass er plane, das gesamte Tesla-Ladenetz für alle Elektroautofahrer zugänglich zu machen.

Trotz des Vorsprungs, den Tesla gegenüber seinen Konkurrenten hat, ist es schwer zu sagen, wie lange der Autobauer bei seinen Luxuspreisen mit Qualitätsproblemen davonkommen wird – zumal andere größere Automobilunternehmen sich bemühen, ähnliche Spezifikationen mit einer strafferen Qualitätskontrolle zu liefern. „Tesla hat nicht mehr viele Ausreden“, sagte Nelson. „Sie stellen seit zehn Jahren Serienautos her und einige von ihnen sind von schlechterer Qualität als noch vor zwei Jahren.“

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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