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Grenke beendet ‘Albtraum’-Phase mit KPMG-Testat, 17%-Kurssprung

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- KPMG hat den Jahres- und Konzernabschluss 2020 der Grenke AG uneingeschränkt testiert, wie das Unternehmen am späten Montag mitteilte. Das Okay des Prüfers war nach Betrugsvorwürfen eines Leerverkäufers mit Spannung am Markt erwartet worden.

Im Vergleich zu den vorläufigen Jahreszahlen ergab sich sogar eine leichte Anpassung nach oben, sodass sich der Konzerngewinn nach Steuern insgesamt um 8,5 Millionen Euro auf nun 88,4 Millionen Euro erhöhte. Dies resultierte aus einer Korrektur der Risikovorsorge in 2019. Der Vorstand plant, der Hauptversammlung eine Dividende von 26 Cent je Aktie vorzuschlagen.

Am Dienstagvormittag legte die Aktie in Frankfurt um bis zu 19% zu. Zuletzt lag das Plus bei 17%. Grenke hatte Ende April bereits vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Damals hieß es, der Prüfer KPMG plane das Testat für den Abschluss für den 17. Mai.

Pareto Securities sprach in einer Kundennotiz davon, dass das Schlimmste für Grenke jetzt vorüber sein sollte. Das vergangene Jahr sei ein “Albtraum” für das Unternehmen gewesen. “Während sich die meisten Anschuldigungen als unbegründet herausstellten, muss das Franchise-Modell von Grenke unter dem Gesichtspunkt der Corporate Governance als kritisch angesehen werden”, schrieb Pareto.

Vorwurf des Betrugs

Der Leerverkäufer Fraser Perring hatte Grenke im September vorgeworfen, Akquisitionen von Franchisefirmen zu nutzen, um zu verschleiern, dass ein Großteil der ausgewiesenen liquiden Mittel nicht existiere. Zudem erklärte er, es gebe Mängel bei den internen Kontrollen. Auch Geldwäsche brachte Perring ins Spiel. Grenke wies die Vorwürfe zurück.

Anfang des Jahres hatte das Unternehmen erklärt, ein Zwischenbericht von Mazars im Auftrag der Aufsicht Bafin ergebe keine Zweifel an der Existenz der Leasinggeschäfts, weise jedoch auf einige Versäumnisse hin - beispielsweise in der bilanziellen Behandlung der Franchiseunternehmen

Personelle Konsequenzen hatte die Prüfung bereits. Der fürs Tagesgeschäft verantwortliche Vorstand Mark Kindermann legte im Februar sein Amt nieder. Unmittelbarer Anlass waren “Kritikpunkte der Bafin an Prozessen der Internen Revision und der Compliance im Rahmen der laufenden Prüfungen durch Mazars”, erklärte Aufsichtsratchef Ernst-Moritz Lipp später.

Darüber hinaus ließ Firmengründer Wolfgang Grenke sein Aufsichtsratsmandat vorrübergehend ruhen.

(Neu: Kurs im 3. Absatz, Analyst im 4. Absatz)

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©2021 Bloomberg L.P.

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