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Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht

Tobias Schmidt

Die letzten Wochen und Monate waren alles andere als rosig für den Kryptomarkt. Fallende Kurse und schlechte Nachrichten haben stark auf die Stimmung im Krypto-Ökosystem geschlagen –  FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) schlug hohe Wellen. In manch einer Berichterstattung konnte schnell der Eindruck gewonnen werden, dass die Krypto-Ökonomie am Ende ist. Wir halten dies für eine Fehleinschätzung und möchten in unserer 10-teiligen Artikelserie skizzieren, warum sich 2018 zu einem herausragend guten Jahr entwickeln kann.

Fragt man nach den klassischen Vorteilen, die Kryptowährungen gegenüber Fiatwährungen aufweisen, erhält man üblicherweise stets dieselben Antworten: Transaktionen mit Kryptowährungen seien anonym und global sowie schnell und günstig. Das Fehlen der Intermediäre erlaube niedrigere Transaktionskosten und effizientere Geschwindigkeit.

Doch „gering“ konnte man die Transaktionsgebühren im Jahr 2017 nicht nennen. Als Nebenprodukt der explodierenden Nachfrage nach Kryptowährungen (und dem noch relativ frühen Stadium der Technologie) stiegen auch die Transaktionskosten für Bitcoin-Überweisungen. Die Blockchain skalierte nur begrenzt und bald hatte der Ansturm die Blöcke komplett gefüllt. Was folgte, war ein Preis-Wettbewerb um die Aufnahme in einen Block. Das heißt, die Transaktionskosten stiegen.

Kryptowährungen sind Zahlungsmittel

Hier der entscheidende Punkt: Kryptowährungen sind grundsätzlich – wie der Name vermuten lässt – als Währungen konzipiert. Noch vor Wertbestimmung und -aufbewahrung ist die entscheidende Funktion einer Währung der Einsatz als Zahlungsmittel. Lange bevor die Begriffe Blockchain, Krypto oder Distributed Ledger Technology in der Welt waren, wurde vom Bitcoin als „Peer-to-Peer-Electronic-Cash-System“ geschrieben. Für die Puristen in der Community steht dieser Aspekt von Kryptowährungen noch immer im Vordergrund.

Der Bitcoin-Preis spielt für solche Puristen meistens eine sekundäre Rolle. Schließlich misst man den Wechselkurs in Fiat. Satoshi Nakamoto entwickelte Bitcoin ja gerade als Weiterentwicklung zum Euro, US-Dollar & Co. – das heißt, um das traditionelle Finanzsystem abzulösen.

Wie der aktuelle Bärenmarkt den Transaktionsgebühren gut tut

Damit Bitcoin als Zahlungsmittel von einer breiten Masse verwendet werden kann, müssen die Gebühren für eine Überweisung entsprechend gering sein. Wie die Zeit seit Anfang Januar zeigte, erweist sich ein Sinken der Kurse als Segen: Halbiert sich der Wert des Bitcoins, so verringern sich die Kosten einer Transaktion ebenso – unter der Annahme einer sinkenden Nutzung von Bitcoin.

Will man mit Kryptowährungen primär bezahlen, ist es absolut notwendig, dass die entsprechenden Gebühren wieder geringer werden. Für Miner mag dies kurz- bis mittelfristig einen Verlust bedeuten. Jedoch motivieren die geringen Gebühren wieder Nutzer, das Bitcoin-Netzwerk für Transaktionen zu verwenden. So lohnt sich das Mining dann auch wieder mehr.

Segregated Witness: Die Lösung Bitcoins für das Skalierungsproblem

Die Skalierbarkeit spielt nach wie vor eine wichtige Rolle beim Handel mit Kryptowährungen. In der Bitcoin-Community führte sie immerhin zu einer tiefen Spaltung, weil man sich nicht über den weiteren Weg einigen konnte. Der eine Teil der Community wollte die Skalierbarkeit durch eine Vergrößerung der Blockgröße erreichen, was zu Bitcoin Cash führte. Im Gegensatz dazu verständigte sich das Core-Team auf die Aktivierung von Segregated Witness.

Zum einen können Miner dank Segregated Witness mehr Transaktionen in Blöcken ablegen. Die bezüglich Skalierung vermutlich weitreichendste Neuerung, die Segregated Witness mit sich brachte, ist das Lightning Network. Es gibt drei nennenswerte Projekte: Blockstreams c-lightning, Neutrino von Lightning Labs und Eclair. Eclair hat jüngst eine Android-Wallet veröffentlicht. Auch im Litecoin-Ökosystem finden Lightning-Transaktionen längst statt.

Derzeit arbeitet man also von zwei Seiten an einer Lösung für die Skalierungsproblematik. Zum einen löst sich der Druck auf die Blöcke und somit auch die Hürde für schnelle und günstige Transaktionen von Kryptowährungen. Zum anderen wird mit Hochdruck an technologischen Neuerungen und Updates gearbeitet, die die Skalierung von Bitcoin & Co. vereinfachen. Womöglich blicken wir also tatsächlich einem Jahr 2018 entgegen, in dem Kryptowährungen wieder vermehrt als Zahlungsmittel auftreten und nicht als Anlageklasse. Wünschenswert für den Use-Case Bitcoin wäre dies auf jeden Fall!

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Source: BTC-ECHO

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