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Gerücht: Amazon liebäugelt mit dem Bitcoin

Marco Bernegg
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100% in einem Monat: Sind Bitcoin & Co. überwertet?

Ereignisreiche Wochen liegen hinter dem Bitcoin. Die beliebteste Kryptowährung sackte nach harter Kritik von namhaften Persönlichkeiten und China’s Verboten stark ab. Mittlerweile befindet sich die digitale Währung wieder auf Erholungskurs. Hinzu kommen Gerüchte, Amazon wolle Bitcoin als Zahlungsmittel integrieren.

Heißes Gerücht

Im „The James Altucher Report“ wurde berichtet, dass Amazon bald Bitcoin akzeptieren würde und berief sich dabei auf einen Bekannten aus dem Vorstand. Dies soll Ende Oktober verkündet werden. Millionär und Unternehmer James Altucher schrieb außerdem in seinem kostenpflichtigen Newsletter, Amazon arbeite mit Finanzinstituten und Krypto-Experten an der Förderung von Innovationen und dem reibungslosen Experimentieren.

Was ist dran?

Viele halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass Amazon so kurzfristig die digitale Währung in das eigene Zahlungssystem übernehmen wird. Die hohe Volatilität der Kryptowährung würde Amazon mehr schaden als nützen, lautet ein häufig zitiertes Gegenargument. Auf der anderen Seite ist der amerikanische Online-Versandhändler seinen Konkurrenten im Erkennen von Trends und zukunftsträchtigen Innovationen meist einen Schritt voraus und denkt sicher bereits über den möglichen Einsatz von Kryptowährungen nach. Vor allem weil Google den Bitcoin im eigenen Zahlungssystem API schon akzeptiert. Transaktionen sind hierbei aber nicht anonym und werden gespeichert.

Auch Real, DM und Co könnten theoretisch auf den Bitcoin-Zug aufspringen. Der UMT-Chef sagte dem AKTIONÄR Hot Stock Report: "Sollte einer unserer Kunden strategisch die Einführung von Kryptowährungen beschließen, sind wir technisch sehr kurzfristig in der Lage, eine Umsetzung und Implementierung durchzuführen."

Alles offen

Weiterhin spaltet der Bitcoin die Gemüter. Die nächsten Wochen werden entscheidend für die Zukunft des alternativen Zahlungsmittels. Neben den zahlreichen Schließungen der Krypto-Börsen in China, gibt es derzeit auch eine Debatte über eine erneute Spaltung des Bitcoins, um Transaktionen wieder schneller abwickeln zu können.