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Frühe Menopause erkennen: Diese Symptome sprechen dafür, dass bei euch vorzeitig die Wechseljahre einsetzen

Hitzewallungen sind eines der Symptome bei frühzeitigen Wechseljahren. - Copyright: Gettyimages
Hitzewallungen sind eines der Symptome bei frühzeitigen Wechseljahren. - Copyright: Gettyimages

Wechseljahre mit Ende 30 – das ist für viele Frauen kaum vorstellbar. Immerhin planen immer mehr Frauen noch im Alter von Mitte oder Ende 30, ein Kind zu bekommen. Für manche ist es ein Schock, wenn sie jedoch die Diagnose bekommen: Prämature Ovarialinsuffienz oder auch Klimakterium praecox. Die Fachbegriffe stehen für eine frühzeitige Menopause. Welche Symptome auf das Ende der fruchtbaren Lebensphase hindeuten, welche Ursachen dahinterstecken und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, erfahrt ihr hier.

Vorzeitige Wechseljahre – typische Symptome

Eine Frau, die in ihren Wechseljahren ist, produziert keine Eizellen mehr – das bedeutet, die Eierstöcke stellen allmählich ihre Funktion ein. Die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron werden nicht mehr hergestellt. In der Regel geschieht dies im Durchschnitt mit 50 Jahren. In manchen Fällen – und zwar bei etwa einem Prozent der Frauen, setzt der Prozess aber bereits im Alter von etwa 35 oder 40 Jahren ein. Noch seltener ist die Prämature Ovarialinsuffienz bei unter 35-Jährigen (0,3 Prozent). Die Symptome unterscheiden sich nicht von den typischen Wechseljahren. Häufig werden sie jedoch nicht erkannt und etwa auf Stress zurückgeführt. Bei den folgenden Anzeichen solltet ihr aufmerksam werden und sicherheitshalber einen Facharzt aufsuchen:

  • Der Zyklus ist unregelmäßig oder die Periode bleibt ganz aus

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche, häufig auch in der Nacht

  • Libidoverlust, also verminderte Lust auf Sex

  • Stimmungsschwankungen

  • Trägheit, Erschöpfung bis hin zu Gefühlen von Depressionen

  • Konzentrationsprobleme

  • Schlafstörungen

Der Mangel an weiblichen Sexualhormonen kann weitreichende körperliche und psychische Folgen nach sich ziehen. Das Hormon Östrogen stärkt unter anderem die Knochen, erhöht die Durchblutung des Gewebes und schützt die Blutgefäße vor Atherosklerose und ihren Folgen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen. Wenn der Östrogengehalt im Blut reduziert ist, droht etwa eine Arthrose. Dabei wird die schützende Knorpelschicht im Gelenk dünner, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Auch eine Arteriosklerose kann drohen. Bei der Gefäßerkrankung verengen und verhärten sich die Arterien durch krankhafte Ablagerungen und verengen.

Diese Ursachen können dahinterstecken

Die Ursachen für das Krankheitsbild können vielfältig sein. Laut dem aktuellen wissenschaftlichen Stand ist der Beginn der Menopause – so bezeichnen Experten die letzte Regelblutung – zu einem großen Teil genetisch bedingt. Ist die eigene Mutter oder Großmutter verfrüht in die Wechseljahre geraten, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dies bei den Töchtern ebenfalls geschieht. Zudem ist belegt, dass Rauchen das Risiko für vorzeitige Wechseljahre erhöht. Denn durch das regelmäßige Inhalieren von Tabakrauch werden die Eierstöcke möglicherweise mit weniger Sauerstoff versorgt – so vermuten es Forscher. Auch Über- oder Untergewicht oder übermäßiger Alkoholkonsum stehen im Zusammenhang mit der Menopause.

Außerdem kann eine Operation an der Gebärmutter oder an den Eierstöcken – etwa bei einer Sterilisation oder der Entfernung eines Eierstocks – die Wahrscheinlichkeit für eine frühzeitige Menopause erhöhen, weil die Eierstöcke nicht mehr so gut durchblutet werden. Häufig sind auch Frauen betroffen, die eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung des Unterbauchs hinter sich haben. Denn durch solche Behandlungen können die Eierstöcke geschädigt werden. Mädchen, die in der Pubertät sind und sich solchen Behandlungen unterziehen müssen, haben aber offenbar eine Art Eierstockschutz und meistens später keine Probleme mit der Eierstockfunktion.

Weitere, deutlich seltenere Ursachen sind Autoimmunerkrankungen, Virusinfektionen (zum Beispiel Mumps), Stoffwechselerkrankungen und genetische Störungen (zum Beispiel das Turner-Syndrom). Auch Umweltgifte und Weichmacher, die etwa in Plastikverpackungen und Kosmetikartikeln enthalten sind, stehen im Verdacht, vorzeitige Wechseljahre auszulösen.

Therapie bei vorzeitigen Wechseljahren

Leider lässt sich eine Prämature Ovarialinsuffienz nicht rückgängig machen. Jedoch können betroffene Frauen ihre Symptome lindern. Eine Hormonersatztherapie soll hierbei vor allem die Knochen schützen. Jedoch sollten Ärzte und Betroffenen die Vor- und Nachteile der Einnahme künstlicher Hormone abwägen. Ergänzend verschreiben Mediziner meist alternativ- und komplementärmedizinische Methoden wie pflanzliche Produkte (zum Beispiel Mönchspfeffer), Hormonyoga und Akupunktur. Ein gesunder Lebensstil, also ein gesundes Gewicht, viel Bewegung, ausreichend Erholung sowie eine ausgewogene Ernährung sind laut Experten ebenfalls empfehlenswert.

Frauen in der Menopause können nicht mehr auf natürlichem Wege Kinder bekommen. Eine Eizellspende ist jedoch eine Möglichkeit, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. In Fortpflanzungsmethode ist in Deutschland derzeit nicht erlaubt, weshalb viele Betroffene auf eine Spende aus dem Ausland ausweichen.