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„Unsere Fluktuation ist bei unter 5 Prozent“: Schrauben-Milliardär Würth spricht über sein Erfolgsgeheimnis und was junge Leute unbedingt lernen sollten

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.
Unternehmer Reinhold Würth.
Unternehmer Reinhold Würth.

Reinhold Würth baute ab 1958 das Handelsunternehmen Würth zum internationalen Marktführer in der Befestigungs- und Montagetechnik auf und gehört heute mit einem Vermögen von 20,6 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Menschen in Deutschland. In einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ spricht Würth über sein Erfolgsgeheimnis, wie er sein Geld investiert und warum Bescheidenheit so wichtig ist.

„Arroganz ist die ekelhafteste Eigenschaft, die ein Unternehmer haben kann“

Würth hat sein gesamtes Leben hart gearbeitet, um das Unternehmen Würth erfolgreich zu leiten. Mit bereits 14 Jahren fing er als Lehrling bei seinem Vater an. Als er gerade einmal 19 Jahre alt war, trug er bereits die gesamte Verantwortung für Würth. Damals hatte er zwei Angestellte. Seitdem ist er im Unternehmen geblieben — heute mit 79.000 Mitarbeitern. Dabei verrät Würth, dass er schon immer versucht habe, ein Vorbild zu sein. „Nie habe ich etwas verlangt, dass ich nicht selbst bereit wäre zu tun. Für mich ist Arroganz die ekelhafteste Eigenschaft, die ein Unternehmer haben kann“, so Würth im Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Und das scheint zu funktionieren. Die Fluktuation der Mitarbeiter sei bei unter 5 Prozent und das, „weil sie sich wohlfühlen“, so Würth.

Um selber nicht den Bezug zur Realität zu verlieren, versucht Würth sparsam zu leben — auch wenn er es eigentlich mit einem Vermögen von 20,6 Milliarden US-Dollar nicht müsste. „So hat mich mein Vater erzogen. Als ich Würth übernehmen musste, habe ich in jeder Ecke gespart. Wenn ich den Berg runtergefahren bin, schaltete ich den Motor aus. Ich lege großen Wert auf Bescheidenheit“, erzählt er in dem Interview. Die Corona-Krise habe das Unternehmen vor allem wegen des Online-Handels gut überstanden. So hat sich der Umsatz zum Vorjahr nicht verändert. Das Pandemiejahr 2020 habe Würth mit dem gleichen Gewinn abgeschlossen wie 2019 — und zwar mit 770 Millionen Euro.

Kunst kurbelt Würths Visionen für die Zukunft an

Sein Geld investiert er immer in das Unternehmen selbst. „Wir nähern uns jetzt in der Bilanz von 2020 der sechs Milliarden Euro an Eigenmitteln. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 44 Prozent“, macht Würth in dem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ deutlich. Neben dem Schrauben-Geschäft ist Würth außerdem ein Liebhaber der Kunst: „Ich habe eine große Kunstsammlung, die ich in Museen der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stelle.“ Er trennt die Bereiche allerdings nicht voneinander: „Die Kunst drückt viel aus. Sie kurbelt die Gedanken an. Und die Visionen: In meinen Gedanken beschäftige ich mich sehr mit den Jahren 2030 bis 2050. Ich versuche Fundamente zu legen.“ Das Thema künstliche Intelligenz spiele im Unternehmen Würth eine zunehmend wichtigere Rolle. Trotzdem will er auch in Zukunft nicht auf menschliche Mitarbeiter verzichten und rät vor allem jungen Leuten, „dass sie sich mit der Informatik befassen sollen. Je mehr Informatikkenntnisse, desto besser die Zukunftsaussichten.“

sf