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Finanzspritze durch die Biontech-Investoren: In welche Audio-Technologie MIG Capital und die Strüngmanns jetzt investieren

·Lesedauer: 3 Min.

Wenn es MIG Capital und den Strüngmann-Brüdern sowie weiteren Investoren wert ist, 20 Millionen Euro in eine neue Audio-Technologie zu stecken, lässt das alle aufhorchen. Schließlich waren es diese beiden Investoren, die schon vor vielen Jahren mit ihrem Geld Biontech mit groß gemacht und das deutsche Impfwunder ermöglicht haben. Folgt jetzt als nächstes ein deutsches Klangwunder?

Das Berliner Startup Mimi Hearing Technologies hat eine neue Technologie entwickelt, die Kopfhörer, TV-Geräte und demnächst auch Smartphones mit einem personalisierten Klangerlebnis ausstattet. Es ist ein Upgrade für die Ohren. Dazu macht man einen zweiminütigen Hörtest über eine App, die das Hörvermögen des zukünftigen Users auf beiden Ohren misst. Hört man etwa auf dem rechten Ohr die hohen oder tiefen Frequenzen nicht mehr so gut, werden diese durch einen ausgeklügelten Algorithmus hervorgehoben oder abgeschwächt.

Nichts stört in virtuellen Meetings so sehr wie schlechter Sound

Mimis Algorithmus, der mit jedem Hörtest weiter lernt und inzwischen zwei Millionen Datenpunkte umfasst, mixt den optimalen Klang für die Ohren ab, ähnlich wie ein Schneider einen Maßanzug auf die Körpermaße seines Trägers zuschneidert.

Die Kopfhörer oder TV-Geräte sind mit der Mimi-Technologie ausgestattet, die den Klang personalisiert und so entspanntes Hören ermöglicht. „Hören und Hörgesundheit wird sich zunehmend zu einem großen Trend entwickeln“, sagt Boris Bernstein, Partner von MIG Capital, zu Business Insider. „Dies gilt übrigens auch für junge Leute. Denn laut den Hörtest-Daten von Mimi geben 20 Prozent der 18 bis 30-Jährigen und knapp 30 Prozent der 30- bis 40-Jährigen an, bereits Höreinschränkungen zu haben“, so Bernstein. Zu dem Trend gehöre auch das große Wachstum von Podcasts.

Die vergangenen beiden Jahre mit ihren zahllosen Zoom- und Teams-Sessions haben gezeigt: Nichts kann so störend und anstrengend sein wie ein schlechter Sound bei virtuellen Besprechungen. Das Scheppern, Rauschen, Klackern und Pfeifen von Hintergrundgeräuschen und die zu leisen oder lauten Stimmen der Kollegen werden wohl bald Geschichte sein.

Expansion in die USA geplant

Der Audiomarkt boomt. Dieses Jahr werden wieder Millionen drahtlose Kopf- oder Ohrhörer unterm Weihnachtsbaum liegen. 410 Millionen dieser Geräte wurden allein 2020 verkauft, die Prognose für 2024 liegt bei 710 Millionen. Kinder und Jugendliche benutzen sie zum Musikhören und Gaming, die Eltern wählen sich aus dem Home Office in das Teams-Meeting, ganz ohne Kabelsalat oder Störgeräusche.

Mimi Hearing Technologies hat sich bereits eine komfortable Startposition geschaffen. Die Berliner Technologie steckt in Kopfhörern der deutschen Premium-Marke Beyerdynamics sowie in Fernsehern von Loewe und TPV Philips. Künftig werden alle Geräte von US-Hersteller Skullcandy mit der Mimi-Software ausgestattet sein. Skullcandy ist mit Apple und Samsung einer der weltweit größten Produzenten drahtloser Audiogeräte. Eine weitere Kooperation hat Mimi mit dem Hersteller Cleer Audio in San Diego abgeschlossen. Bei jedem einzelnen Verkauf erhält Mimi Hearing Technologies eine Lizenzgebühr.

Die üppige Finanzspritze der Biontech-Investoren ermöglicht den Ausbau der Aktivitäten in den USA, wo viele Consumer-Tech-Hersteller sitzen, sowie nach China.

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