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Fed-Chef Powell: Wertpapierkäufe könnten früher beendet werden

·Lesedauer: 1 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die amerikanische Notenbank Fed steuert offenbar auf eine schnellere Rückführung ihrer immensen Wertpapierkäufe zu. Die Wirtschaft entwickle sich sehr robust und der Inflationsdruck sei hoch, erklärte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Daher sei es möglicherweise angemessen, die Rückführung der Wertpapierkäufe vielleicht einige Monate früher abzuschließen. Darüber hinaus gab Powell Hinweise darauf, dass die Fed den starken Inflationsanstieg nicht mehr als "übergangsweise" bezeichnen könnte. Der US-Dollar legte daraufhin gegenüber dem Euro zu.

Die Fed war auf ihrer jüngsten Zinssitzung in die Rückführung ihrer zur Konjunkturstützung aufgelegten Wertpapierkäufe von monatlich 120 Milliarden US-Dollar eingestiegen. Für November und Dezember wurde ein Abschmelzen um je 15 Milliarden Dollar avisiert. Würde das Tempo gehalten, würde die Fed etwa Mitte 2022 keine zusätzlichen Anleihen mehr in ihre Bücher nehmen. Die Käufe waren wesentlicher Bestandteil der Fed-Krisenpolitik in der Corona-Pandemie.

Powell deutete zudem an, dass die Fed darüber nachdenke, die Inflation nicht mehr als "transitorisch", also übergangsweise Angelegenheit zu bezeichnen. Das Wort steht symbolisch für die Auffassung der Notenbank, dass die zurzeit hohe Inflation durch Corona-Sondereffekte getrieben und daher nicht von Dauer ist. Die Sichtweise spricht gegen eine nennenswerte Straffung der Geldpolitik, um Inflationsrisiken zu begegnen. Bereits auf der jüngsten Zinssitzung hat sich die Fed mit einer leicht veränderten Wortwahl etwas von dieser Betrachtung gelöst.

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