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Fünf Themen des Tages: R2G-Gefahr gebannt, knappes Gas, Bitcoin

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- R2G-Gefahr gebannt, Gas wird knapp, europäische Aktien steigen, Evergrande-Schieflage trifft Reiche, und Bitcoin trotzt Regulierungsattacke. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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R2G-Gefahr gebannt

Bei der gestrigen Bundestagswahl wurde aus Sicht der Investoren das Schlimmste verhindert: eine Koalition aus SPD, Grünen und Die Linke. Dass Klimapolitik künftig eine wichtige Rolle spielen wird, ist an den Kursen der Aktien mit Bezug zu erneuerbaren Energien abzulesen. Daneben sind es die Sektoren Digitalisierung, Infrastruktur und Gesundheit, die Berenberg als Gewinner ausgemacht hat. Flughäfen, Fluggesellschaften und Chemie gehören laut UBS zu den Verlierern. Allerdings steht nun womöglich monatelanges Kuhhandeln bevor, was den Anlegern Geduld abverlangen könnte. Die Berliner haben sich gestern zwar für die Enteignung großer Wohnungskonzerne ausgesprochen, wohl aber gleichzeitig Enteignungsskeptikerin Franziska Giffey von der SPD zur Regierenden Bürgermeisterin gemacht. Vonovia & Co. stiegen am Montag.

Gas wird knapp

Der Welt steht vor einem Verteilungskampf um Erdgas. Die Vorräte sind alarmierend knapp und gleichzeitig sind Staaten, die Kohleverstromung beenden wollen, mehr denn je auf den Brennstoff angewiesen. Es gibt nicht genug Gas, um die erschöpften Vorräte vor den Wintermonaten aufzufüllen und Exporteure wie Russland wollen mehr Erdgas im eigenen Land halten. Die Krise in Europa ist ein Vorbote für den Rest des Planeten. In China beginnt die Energiekrise bereits, die Menschen dort zu treffen, wo sie leben. In mehreren nördlichen Provinzen kam es zu Stromausfällen. In der südlichen Provinz Guangdong wurden die Menschen aufgefordert, in ihren Häusern natürliches Licht zu nutzen und den Betrieb von Klimaanlagen einzuschränken, nachdem in Fabriken umfangreiche Stromabschaltungen vorgenommen wurden.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien sind am Montag gestiegen, unterstützt von Erleichterung über das Ausbleiben einer Linksregierung in Deutschland. Der Dax zeigte Outperformance. Der Stoxx Europe 600 lag gegen Mittag um rund 0,3% im Plus, angeführt von Energie-, Versicherungs- und Immobilienaktien. Unterdessen kletterte der deutsche Leitindex um 0,9%, mit Aktien aus dem Bereich erneuerbare Energien unter den Spitzenreitern. Die gute Nachricht sei, dass die nächste Regierung “wahrscheinlich wirtschaftsfreundlich und zentristisch bleiben wird”, sagte Joachim Klement von Liberum Capital. “Das Risiko einer Regierung unter Beteiligung der Linkspartei ist vom Tisch, was Anleger beruhigen wird”. In Deutschland stiegen Klöckner nach höherer Prognose.

Evergrande-Schieflage trifft Reiche

Zehntausende chinesische Haushalte, die hochrentierliche Anlagen gekauft haben, laufen Gefahr, in den Absturz der China Evergrande Group hineingezogen zu werden. Das angeschlagene Bauunternehmen hat Zahlungen an Fonds, die über Schattenbanken verkauft wurden, versäumt. Einige dieser Kreditgeber, die als Trusts bekannt sind, hätten wohlhabende Investoren im Namen von Evergrande bereits aus eigener Tasche entschädigt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Chinas Zentralbank pumpte am Montag Liquidität in das Finanzsystem, nachdem die Kreditkosten gestiegen waren, da die Krise auch die Marktstimmung gegenüber anderen Unternehmen beeinträchtigt. China wird laut Moody’s versuchen, soziale und finanzielle Instabilität zu vermeiden, aber die wirtschaftlichen Kosten könnten hoch sein.

Bitcoin trotzt Regulierungsattacke

Der Markt für Kryptowährungen hat sich schnell von den Turbulenzen der letzten Woche erholt, die durch Chinas jüngstes hartes Durchgreifen ausgelöst wurden. Bitcoin und Ether machten am Montag einen Großteil ihrer Verluste wieder wett. Bitcoin stieg zu Wochenbeginn auf über 44.000 Dollar und lag damit in der Nähe des Niveaus, das erreicht wurde, als die People’s Bank of China am Freitag ihren jüngsten Salvo zur Eindämmung der Kryptowährung ankündigte. “Über das Wochenende hat Bitcoin eine gewisse Widerstandsfähigkeit gezeigt und hat nun den Großteil der Verluste wieder aufgeholt”, sagte Jeffrey Halley von Oanda Corp. in einer Note. Mark Cranfield hingegen hält im Markets Live Blog die Erholung für wenig überzeugend und erwartet ihr baldiges Ende.

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