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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Trump unzufrieden mit Covid-Kompromiss im Kongress, Frankreich beendet Blockade Großbritanniens, europäische Aktien gewinnen, Italien ist Bond-Händlers Liebling, und Apple-Chef wollte Tesla nicht. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Trump unzufrieden mit Covid-Kompromiss im Kongress

US-Präsident Donald Trump hat Änderungen bei dem jüngst von Republikanern und Demokraten verabschiedeten Maßnahmenpaket verlangt. Unter anderem forderte er, die Einmalhilfen für US-Bürger von dem “lächerlich niedrigen” Betrag von 600 Dollar auf 2.000 Dollar zu erhöhen. Der nach zähen Verhandlungen erreichte Kompromiss zu Corona-Hilfen und einem regulären Haushalt sei eine “Schande” und voller “verschwenderischer und unnötiger” Posten. Ein Veto hat er damit nicht ausgesprochen. Die langjährige Bankerin des Präsidenten bei der Deutschen Bank verlässt das Haus. Rosemary Vrablic, die im Bereich Private Banking tätig und dort mitunter auch für Trump zuständig war, hat ihren Rücktritt zum Jahresende eingereicht. Das Institut wurde wiederholt unter Druck gesetzt, Geschäfte mit Trump offenzulegen.

Frankreich beendet Blockade Großbritanniens

Frankreich hat die Unterbrechung der Transportverbindungen nach Großbritannien wieder aufgehoben, die am Sonntag aufgrund der dortigen Mutation des Coronavirus verhängt worden war - während gleichzeitig die Verhandlungen über ein Brexit-Handelsabkommen auf Messers Schneide standen. “Die Franzosen machen dadurch schon Druck, um die Brexit-Verhandlungen zu beeinflussen”, sagte Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, gegenüber der Welt. Mit negativen Covid-19-Tests soll die Einreise aus Großbritannien nun wieder möglich sein, der Güterverkehr wieder in Gang kommen. Die Lufthansa füllt unterdessen Lücken in der Lebensmittelversorgung mit einer Luftbrücke zwischen Frankfurt und Nordengland. In Deutschland hat die tägliche Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig fiel die 4-Tage-Reproduktionszahl unter die kritische Marke von 1.

Europäische Aktien gewinnen

Die europäischen Aktien sind vor den Weihnachtsfeiertagen gestiegen, beflügelt von der Wiederaufnahme der Handels- und Transportverbindungen zwischen Großbritannien und seinen Nachbarn. Der Stoxx 600 Index legte rund 0,5% zu, Reisetitel und Autohersteller führten die Kursgewinne an. Unklarheit hinsichtlich des US-Konjunkturpakets lastete zunächst nicht auf der Stimmung. “Für den Moment scheinen die Märkte davon abzusehen, den Verkaufsknopf zu drücken, bis die Situation geklärt ist”, sagte Oanda-Analyst Jeffrey Halley. In Deutschland stieg der Daimler-Kurs um 3,1%, nachdem berichtet wurde, dass der Autohersteller einen Börsengang seiner Lkw-Sparte in Erwägung zieht. HelloFresh wurden von einem Bericht zu möglichen Kapazitätsengpässen belastet.

Italien ist Bond-Händlers Liebling

DAS Thema bei den Top-Trades der europäischen Anleihestrategen für 2021 lautet: langlaufende italienische Anleihen bunkern. Commerzbank, JPMorgan Chase, HSBC und UBS nehmen eine weitere Verringerung des Renditeaufschlags bei 10-jährigen BTPs gegenüber Bunds ins Visier. Die Anleihen des hochverschuldeten Landes weisen die höchsten Investment-Grade-Renditen in der Eurozone auf. Das Vertrauen in die Währungsunion erhielt mit dem “Rubikon-Moment” der gemeinsamen Schuldenaufnahme 2020 neuen Schub. Am Devisenmarkt waren in diesem Jahr Zinsdifferenzgeschäfte en vogue und könnten weiter erfolgreich sein. Carry Trades - bei denen Gelder in einer Niedrigzins-Währung geliehen und in eine hochrentierliche Währung investiert wurden - brachten im Schlussquartal 6,7%, wie ein Bloomberg-Index zeigt.

Apple-Chef wollte Tesla nicht

Apple-Chef Tim Cook hat sich vor Jahren einem Treffen mit Elon Musk verweigert, bei dem dieser in den “dunkelsten Tagen” Teslas bei der Entwicklung des Model 3 über einen möglichen Deal sprechen wollte. So berichtete es der Tesla-CEO in einem Tweet am Dienstag. Musk wollte Tesla demnach für ein Zehntel des aktuellen Wertes anbieten, was auf eine Bewertung von etwa 60 Milliarden Dollar hindeutet. Im Jahr 2017 verbrannte Tesla Cash, als das Unternehmen die Produktion seines Massenmarkt-Elektrofahrzeugs Model 3 hochfuhr. Musk sagte den Mitarbeitern im Werk in Kalifornien damals, dass mindestens sechs Monate eine “Produktionshölle” drohe. Das geschah etwa zur gleichen Zeit, als Apple sich entschied, auf Selbstfahr-Technologie zu setzen, statt einen Tesla-Konkurrenten zu entwickeln.

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