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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- USA setzen Corona-Lockerungen aus, Aktien sind teuer, Europas Börsen können Verluste gutmachen, Bundestag stellt sich hinter EZB, und Wirecard-Skandal wirft Strukturfragen auf. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

USA setzen Corona-Lockerungen aus

Die USA bekommen die Pandemie nicht in den Griff. New Jersey hat Pläne für den Restaurantbetrieb in Gasträumen gestoppt und New York City erwägt den gleichen Schritt, während in anderen Bundesstaaten nach der Wiedereröffnung von Restaurants und Bars die Covid-19-Fälle wieder zunehmen. Florida meldete einen Anstieg seiner Infektionsrate im zweistelligen Bereich. Weltweit kletterte die Zahl der bestätigten Fälle über 10 Millionen. Die Weltgesundheitsorganisation warnt davor, dass das Schlimmste noch bevorstehe. Schwedens Top-Epidemiologe hält an der Strategie vergleichweise geringer Restriktionen fest und sieht die Welt nur in der ersten Phase eines langen Kampfes gegen Covid-19. In Deutschland ist sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch die Ansteckungsrate gestiegen, letztere blieb jedoch unter der kritischen Marke von eins.

Aktien sind teuer

Selbstzufriedene Investoren kaufen in eine weitere Kernschmelze hinein, die alle Marktprognosen für 2020 obsolet machen könnte, schreibt Garfield Reynolds vom Bloomberg Markets Live Blog. Selbst nach dem Rückgang der Aktienkurse in der vergangenen Woche aufgrund des Anstiegs der Covid-19-Infektionen sähen die wichtigsten Benchmarks der Welt teuer aus. Die Aussichten für Risikoaktiva seien stark nach unten geneigt, da die Erträge langfristig kaum signifikante Kursgewinne rechtfertigen würden. Laut US-Notenbankchef Jerome Powell ist bei allen Stützungsmaßnahmen des öffentlichen Sektors die Erholung der Wirtschaft an die Eindämmung der Coronavirus-Infektion geknüpft. Der Wirtschaftsausblick sei “außerordentlich ungewiss”, wird Powell laut Redetext heute vor einem Kongressausschuss sagen.

Europas Börsen können Verluste gutmachen

Europäische Aktien fielen im Verlauf des Vormittags angesichts des Wiederauflebens der Virusinfektionen, konnten den Großteil der Verluste im Handelsverlauf jedoch wieder gutmachen. China veröffentlichte positive Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, nachdem US-Daten vom Immobilienmarkt am Montag die Prognosen übertroffen hatten. “Es ist nicht klar, in welche Richtung sich das Coronavirus entwickelt”, sagte Tom Lee von Fundstrat Global Advisors gegenüber Bloomberg TV. “Aber ich denke auch, da wir uns am Quartalsende befinden, hat es eine gewisse Neugewichtung gegeben. Ich gehöre also irgendwie zu dem Lager, dass jede Schwäche von kurzer Dauer ist. Ich würde denken, dass der Juli ein starker Monat für Aktien sein wird.” In Deutschland gehörten Compugroup zu den Gewinnern, die bei Berenberg heraufgestuft wurden. Varta stiegen nach Bekanntgabe einer staatlichen Förderung zum Aufbau einer Batteriezellenproduktion.

Bundestag stellt sich hinter EZB

Nach Ansicht einer breiten Mehrheit im Deutschen Bundestag hat die EZB das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den umstrittenen PSPP-Staatsanleihekäufen umgesetzt. Am Montag einigten sich Union, SPD, Grüne und FDP im Grundsatz darauf, die Erklärungen der EZB zu akzeptieren, hieß es aus informierten Kreisen. Die Darlegung zur Verhältnismäßigkeitsprüfung sei demnach “nachvollziehbar” und die Vorgaben des Urteils des Bundesverfassungsgerichts somit erfüllt, heißt es in einem Entwurf. Zugleich bekräftigte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Entschlossenheit, Zuschüsse und Kredite im Gesamtumfang von 750 Milliarden Euro an von der Pandemie betroffene EU-Mitglieder zu verteilen. Mit Merkel an “vorderster Front, wenn es darum geht, die Idee der Schuldenvergemeinschaftung und einer expansiven, EU-weiten Fiskalpolitik voranzutreiben”, sei der Kurs für weiter sinkende italienische Anleiherenditen gesetzt, schreibt Richard Jones vom Markets Live Blog.

Wirecard-Skandal wirft Strukturfragen auf

Deutschlands System aus Vorstand und Aufsichtsrat gehört nach dem Wirecard-Skandal auf die To-Do-Liste der Regulierer, schreibt Bloomberg-Kolumnist Chris Hughes. Es stelle sich die Frage, ob Aufsichtsräte in der Lage seien, ihre Aufgabe - Manager zu bestellen, zu überwachen und zu beraten - im Sinne der Investoren angemessen auszuüben. Bei Wirecard habe der Aufsichtsrat nicht mit der zunehmenden Komplexität des Unternehmens Schritt gehalten und bis Anfang 2019 seien keine speziellen Ausschüsse für Revision oder Risiko und Compliance eingerichtet worden. Die Sprache der Aufsichtsratsberichte lege die selbstgewählte Rolle eines Zuschauers nahe, nicht die eines Akteurs. Wenigstens soll die Aufsicht schnell verbessert werden, während die Zahl der Beklagten weiter zunimmt. Die Aktie lag am Dienstag um bis zu 180% im Plus.

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