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Fünf Themen des Tages: Draghi kann hoffen, Impfgegner als Feinde

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Draghi kann auf volle Amtszeit hoffen, Knast für Ex-Deutsche-Banker, europäische Aktien verlieren, Chefs glauben nicht an Telearbeit, und Impfverweigerer als Staatsfeinde. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Draghi kann auf volle Amtszeit hoffen

In Italien, bekannt für vorzeitige Regierungszusammenbrüche, dürfte Mario Draghi bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2023 Ministerpräsident bleiben. So lautet die Einschätzung von einem halben Dutzend hochrangiger Funktionsträger in Parteien und Regierung des Landes. Der 73-jährige ehemalige EZB-Chef hat die Zustimmung der EU-Kommission für die Verwendung europäischer Hilfsgelder in Höhe von rund 192 Milliarden Euro gesichert. Das Wirtschaftswachstum dürfte die Erwartungen übertreffen. Draghi habe geschickt agiert, um ein Gleichgewicht zwischen den konkurrierenden Interessen seiner Koalitionspartner zu wahren, ist zu hören. Spekulationen, dass er auf den Sessel des Staatspräsidenten weggelobt werden könnte, wenn Sergio Mattarella im Februar nächsten Jahres ausscheidet, könnten also verstummen.

Knast für Ex-Deutsche-Banker

Ein ehemaliger Edelmetallhändler der Deutschen Bank ist in den USA zu einem Jahr und einem Tag Gefängnis verurteilt worden. Mittels fingierter Aufträge soll er zwischen 2008 und 2013 die Gold- und Silberpreise manipuliert haben. Damit habe er die Integrität der Finanzmärkte beschädigt, befand am Montag ein Bezirksgericht in Chicago. “Ein schweres Vergehen zieht eine schwere Strafe nach sich”, so der Richter. Er habe eine Botschaft senden wollen, dass Marktmanipulation nicht ohne Konsequenzen bleibe. Am 28. Juni sieht ein Ex-Kollege des 41-jährigen Delinquenten seinem Urteil entgegen. In Großbritannien steht die Finanzdienstleistungsbranche unter erhöhtem Druck, gegen Korruption vorzugehen. In kleinen Schritten wird gearbeitet an einem neuen Straftatbestand für das Versäumnis, Wirtschaftskriminalität zu verhindern.

Europäische Aktien verlieren

Europäische Aktien rutschten am Dienstag ab, belastet durch Sorgen über eine mögliche Verschärfung der US-Geldpolitik und rekordverdächtig hohe Bewertungen. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag um rund 0,3% im Minus, wobei Aktien aus den Bereichen Gesundheitswesen und zyklische Konsumgüter am meisten fielen, während der Energiesektor zulegte, nachdem Brent-Öl zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren die Marke von 75 Dollar je Barrel erreicht hatte. “Der Markt wird durch das Momentum der Unternehmen gut unterstützt”, sagte Hannah Gooch-Peters von Sanlam Investments U.K. Ltd. Allerdings seien die Aussichten auf einen wirtschaftlichen Aufschwung teilweise schon eingepreist und einige Industrieaktien sähen “sehr teuer” aus. In Deutschland gewannen Kion nach einer Kurszielanhebung bei Stifel. Zalando lagen trotz positiver Analystenkommentare zur Kooperation mit Sephora im Minus.

Chefs glauben nicht an Telearbeit

Keine Pendelei und früher auf der Couch - diese Zeit geht zu Ende. Angestellte scheinen es nicht geschafft zu haben, ihre Chefs davon zu überzeugen, dass sie zu Hause mindestens genauso produktiv sind wie im Büro, schreibt Bloomberg-Kolumnist Chris Hughes. Eine UBS-Umfrage unter 675 Führungskräften europäischer Unternehmen im Mai habe ergeben, dass 40% erwarten, dass ihre Mitarbeiter in den nächsten zwei bis fünf Jahren die volle Wochenarbeitszeit im Büro verbringen werden. Zwar lag diese Zahl vor der Pandemie bei 52%, im Dezember aber noch bei 37%. Fast 90% der befragten Führungskräfte hätte die Aussage verneint, dass Arbeit von anderswo mindestens genauso produktiv sei wie Büroarbeit. Derzeit gestaltet sich der Weg zurück ins Büro in vielen Finanzzentren allerdings noch langsam.

Impfverweigerer als Staatsfeinde

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat denjenigen mit Gefängnis gedroht, die eine Impfung gegen Covid-19 verweigern. “Wenn Sie eine Person sind, die nicht geimpft ist und ein potenzieller Überträger, muss ich sie, um die Menschen zu schützen, ins Gefängnis stecken”, sagte Duterte am späten Montag. Dorfvorsteher sollten Listen mit Impfverweigerern führen, sagte er. Wenn Duterte mit seiner Drohung Ernst macht, könnten die Strafen zu den härtesten gehören, die gegen Impfgegner verhängt werden. Indonesien hat Anfang des Jahres begonnen, Impfverweigerer mit Geldbußen oder verzögerter Unterstützung zu bestrafen. In den USA grassiert Covid-19 in mehreren Staaten, in denen wenig geimpft wurde, insbesondere im Süden. Mehr und mehr junge Menschen werden in Krankenhäuser eingeliefert.

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