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Europas Energiesicherheit sei gefährdet: EU-Agentur warnt vor Verzicht auf russisches Flüssiggas

Ein Arbeiter in einer russischen LNG-Fabrik. Russlands Erdgas ist auf dem globalen Markt weiter beliebt. - Copyright: picture alliance/dpa/TASS/Vladimir Smirnov
Ein Arbeiter in einer russischen LNG-Fabrik. Russlands Erdgas ist auf dem globalen Markt weiter beliebt. - Copyright: picture alliance/dpa/TASS/Vladimir Smirnov

Auch über zwei Jahre nach Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion der Ukraine durch Russland ist die Europäische Union (EU) noch abhängig von russischen Gaslieferungen. Zwar wurden die Gas-Importe über Pipelines wie Nord Stream 1 stark zurückgefahren. Doch flüssiges Erdgas (LNG) aus Russland machte 2023 noch 16 Prozent der LNG-Importe in die EU aus. Vor allem Frankreich und Spanien sind Importeure; über Umwege und Weiterverkäufe landet russisches Flüssiggas jedoch auch in Deutschland.

Wie die "Financial Times" berichtet, will ein Zusammenschluss von EU-Mitgliedsstaaten um Schweden, Finnland und die baltischen Staaten diese Geschäfte mit Russland stoppen. Schon in der kommenden Woche soll ein sofortiger Importstopp für russisches LNG gefordert werden.

Die Chance auf solch eine Maßnahme scheint jedoch gering. Denn laut der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) ist die Abhängigkeit der EU von russischen Gas-Importen weiterhin zu hoch, um sofort auf sie verzichten zu können. Am Freitag teilte Acer in einem Bericht mit, dass es den Mitgliedsstaaten durch Diversifizierung der Importe in den vergangenen Jahren zwar gelungen sei, sich unabhängiger von Russlands Gas zu machen.

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Dennoch müssten Maßnahmen, die Importe von russischem LNG drastisch zu reduzieren oder zu stoppen, laut Acer mit Vorsicht betrachtet werden. Hintergrund sei, dass bereits vor dem russischen Einmarsch in der Ukraine langfristige und verbindliche LNG-Vereinbarungen mit Russland getroffen worden seien. Da 2024 auch letzte Pipeline-Lieferungen aus Russland ausfielen, drohe der EU ein Verlust von 13,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Vergleich zu 2023. Im Klartext: Der Europäischen Union könnte wichtige Energie für Wirtschaft und Bürger fehlen.

Statt eines sofortige Importstopps schlägt Acer deshalb vor, am Plan der EU, bis 2027 vollständig unabhängig von russischen Gasimporten zu sein, festzuhalten: "Um dieses Ziel zu erreichen, sollte die graduelle Reduktion von LNG-Importen aus Russland in Betracht gezogen werden."