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Erster offizieller Termin der Queen sorgt für Empörung

Style International Redaktion
·Lesedauer: 2 Min.

Nach vielen Monaten hat die Queen endlich wieder eine erste royale Verpflichtung wahrgenommen. Allerdings sorgte diese bei vielen wegen einem offensichtlichen Versäumnis für Unmut.

Die 94-jährige Monarchin war gemeinsam mit ihrem Enkelsohn Prinz William in Salisbury, um sich mit Überlebenden von Nowitschok-Vergiftungen zu treffen. Allerdings trugen weder die Royals noch alle anderen Anwesenden eine Gesichtsmaske, was im Internet für viel Empörung sorgte.

Queen Elizabeth II bei einem offiziellen Termin in Salisbury, England. Foto: Getty
Queen Elizabeth II bei einem offiziellen Termin in Salisbury, England. Foto: Getty

Piers Morgan äußerte seine Sorge über den fehlenden Gesichtsschutz – immerhin bereitet sich London im Zuge der andauernden Coronavirus-Pandemie auf verschärfte Beschränkungen vor.

„Warum keine Masken oder soziale Distanz? Sorry, aber das ist kein kluges Verhalten der Königsfamilie, immerhin wütet das Virus weiterhin und das Land steuert auf einen weiteren Lockdown zu“, schrieb der TV-Reporter.

Und viele weitere Fans des Königshauses schienen ihm zuzustimmen.

„Der Anspruch darauf, keine Maske zu tragen, obwohl man mit gutem Beispiel hätte vorangehen und zeigen können, dass das Tragen einer Maske vollkommen okay ist. Stattdessen muss sich jeder testen lassen, damit ihr keine Maske tragen müsst. Scheint, als säßen wir nicht ‚alle im selben Boot‘. Das ist Großbritanniens COVID-Geschichte“, war die Reaktion einer Person.

„Keine Masken? Okay. Ganz ehrlich, hat niemand in der Königsfamilie ein Gespür dafür, was in der realen Welt passiert?“, schrieb ein weiterer wütender Fan.

Prinz William begleitete die Queen. Foto: Getty
Prinz William begleitete die Queen. Foto: Getty

Laut dem Palast fiel die Entscheidung nach Rücksprache mit dem medizinischen Team der Queen. Demnach wurden alle 48 Personen, mit denen die Royals näher Kontakt hatten, vor dem Besuch auf COVID-19 getestet.

„Das medizinische Team und alle betroffenen Parteien wurden um Rat gebeten und es wurden in enger Zusammenarbeit mit (dem Labor) alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen“, hieß es in einer Erklärung.

Ein paar royale Fans unterstützten die Entscheidung.

„Alle Anwesenden wurden auf COVID getestet und alle waren negativ. Denkt ihr wirklich, sie würden herumlaufen und alle anstecken?“, war die Reaktion einer Person.

„Alle Beteiligten wurden getestet und erhielten eine Freigabe. Genauso wie diejenigen, die auf einer Bühne auftreten oder derzeit gefilmt werden“, verteidigte ein anderer die Aktion.

Die Mitarbeiter wurden vor dem Besuch der Royals getestet. Foto: Getty
Die Mitarbeiter wurden vor dem Besuch der Royals getestet. Foto: Getty

Aber selbst die Tatsache, dass alle Anwesenden getestet wurden, überzeugte nicht alle.

„Wirklich seltsam, keine Masken zu tragen. Das ist so unverantwortlich. Gesten und Optik sind wichtig (selbst wenn die Royals alle vor ihrem Besuch testen ließen)!“

Queen Elizabeth II und Prince William sprachen mit Angestellten, die in Salisbury daran beteiligt waren, das tödliche Nervengift zu identifizieren. Die Queen eröffnete dann offiziell das 39 Mio. € teure Energetics Analysis Centre im Hochsicherheitslabor für Verteidigungswissenschaft und -Technologie (DSTL).

Kristine Tarbert