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Entwicklungsminister: Immer mehr, immer billiger ist Auslaufmodell

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Entwicklungsminister Gerd Müller hat vor einem immer schnelleren Verbrauch der natürlichen Ressourcen auf der Erde gewarnt. "Wir brauchen ein entschiedenes Umdenken bei unserem Konsum. Immer mehr, immer billiger ist ein Auslaufmodell", sagte der CSU-Politiker zum sogenannten Erdüberlastungstag, der in diesem Jahr bereits am Donnerstag erreicht ist.

Müller sprach von einem "traurigen Rekord". "Noch nie war der Erdüberlastungstag früher als am 29. Juli. Ab heute hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen restlos verbraucht, die der Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann. Danach leben wir gewissermaßen auf Pump - vor allem der folgenden Generationen", so Müller.

Der Entwicklungsminister forderte eine "Konsumwende". "Vor 50 Jahren hatten wir am Ende des Jahres noch Ressourcen übrig. Das muss wieder unser Ziel sein", mahnte er. "Nachhaltigkeit muss der neue globale Standard werden. Wir müssen dazu umdenken in Politik, Wirtschaft und Konsum."

Das sei auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit. Würden alle auf der Welt so leben und wirtschaften wie die Menschen in den Industrieländern, seien drei Erden nötig. "Wir haben aber nur eine. Und auf diese kommen jedes Jahr 80 Millionen Menschen neu hinzu - einmal die Bevölkerung Deutschlands - die alle das Recht auf ein Leben ohne Armut und Hunger haben."

Müller forderte, eine ehrliche Rechnung aufzumachen. "Der Verlust von Wäldern, Böden, Artenvielfalt steht auf keinem Preisschild. Ziel muss sein, weniger Rohstoffe effizienter zu nutzen, wiederzuverwenden, zu recyceln." Die EU müsse vorangehen und mit ihrem Green Deal den Rahmen für eine globale Kreislaufwirtschaft setzen.

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