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„Es entsteht gerade neue Hoffnung": Ifo hebt Prognose für die deutsche Wirtschaft auf den höchsten Wert aller Institute an

Das Ifo-Institut hebt seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft an.  - Copyright: Picture Alliance
Das Ifo-Institut hebt seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft an. - Copyright: Picture Alliance

Das Ifo-Institut hat seine Prognose für die Konjunktur in Deutschland angehoben. Für dieses Jahr trauen die Ökonomen der deutschen Wirtschaft 0,4 Prozent Wachstum zu. 2025 werde sich das Wachstum auf 1,5 Prozent beschleunigen. Ifo setzte sich damit an die Spitze der Konjunktur-Institute, die in den vergangenen Tagen allesamt ihre Prognosen angehoben hatten. „Es entsteht gerade neue Hoffnung“, sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Bisher war Ifo für dieses Jahr nur von 0,2 Prozent Wachstum ausgegangen. Aber: „Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise", sagte Wollmershäuser. „Das zweite Halbjahr 2024 dürfte deutlich besser ausfallen als das erste.“ Die Inflation flaue weiter ab, von 5,9 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,2 Prozent in diesem und nur noch 1,7 Prozent im kommenden Jahr. Dies wäre sogar unter dem 2-Prozent-Ziel der Notenbank EZB.

Die „neue Hoffnung", setzt auch Ifo zunächst vor allem in die Verbraucher. „Im Verlauf des Jahres dürfte die Kaufkraft der Haushalte weiter an Stärke gewinnen. Die gesamtwirtschaftliche Erholung dürfte dann im Zuge der Normalisierung der Konsumkonjunktur an Tempo gewinnen“, sagt Wollmershäuser. Weltweit sollten Handel und Produktion ab der zweiten Jahreshälfte zulegen. Es werde dann auch wieder mehr investiert, unterstützt von den Zinssenkungen in den Industrieländern. Ifo rechnet mit zwei weiteren Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank im laufenden Jahr. 

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Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte von 45,9 Millionen auf 46,1 in diesem Jahr steigen und im kommenden sogar den Rekord von 46,2 Millionen erreichen.

Das Ifo weist auch auf die neugewonnene Stärke der Exportnation Deutschland hin. Der international kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz dürfte in diesem Jahr von 258 auf 312 Milliarden wachsen. Das wären über sieben Prozent der Wirtschaftsleistung.

Vor dem Ifo-Institut hatten bereits das DIW Berlin, RWI Essen, das IfW Kiel und das IW Halle ihre Prognosen auf Werte zwischen 0,2 und 0,3 Prozent angehoben. Das gewerkschaftsnahe IMK rechnet mit einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent. Allen Prognosen liegt die Hoffnung zugrunde, dass die Verbraucher ihre zuletzt stark gestiegenen Realeinkommen auch in mehr Konsum umsetzen. Bisher haben viele Haushalte stattdessen zunächst ihre Sparquote erhöht.