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Engie-Aufsichtsrat will Vertrag von Chefin Kocher nicht verlängern

PARIS (dpa-AFX) - Der Aufsichtsrat des französischen Versorgers Engie will Chefin Isabelle Kocher nicht für eine weitere Amtszeit als Chefin des Konzerns berufen. Dieser Entscheidung vorangegangen sei eine "genaue Beurteilung" ihres Schaffens als Vorstandsvorsitzende seit 2016, teilte Engie mit. Der Aufsichtsrat sei zu dem Schluss gekommen, dass das Unternehmen eine neue Führungsspitze braucht. Ein neuer Chef werde nun gesucht.

Der französische Staat ist mit einem Anteil von knapp 24 Prozent der bei weitem größte Anteilseigner an Engie. Darum galten politische Faktoren als entscheidend bei der Frage, ob Kocher an der Spitze des Konzerns bleibt. Medienberichten zufolge verwiesen Kritiker auf die maue Entwicklung des Aktienkurses, der in der Zeit seit Kochers Berufung weitgehend seitwärts gelaufen ist.