Deutsche Märkte öffnen in 2 Stunden 1 Minuten
  • Nikkei 225

    28.017,94
    -144,89 (-0,51%)
     
  • Dow Jones 30

    33.849,46
    -497,57 (-1,45%)
     
  • BTC-EUR

    15.864,51
    +179,80 (+1,15%)
     
  • CMC Crypto 200

    388,80
    +8,51 (+2,24%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.049,50
    -176,86 (-1,58%)
     
  • S&P 500

    3.963,94
    -62,18 (-1,54%)
     

Haalands Liebeserklärung an City

Ein Dreierpack folgt auf den anderen, Rekord um Rekord purzelt und wirklich niemand findet aktuell einen Weg, um ihn zu stoppen!

Wohl selten war der Begriff „im Sturm erobert“ so zutreffend wie auf das, was Erling Haaland seit seiner Ankunft in der Premier League abliefert. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Mit seiner Leistung im Manchester-Derby setzte er nur das nächste Ausrufezeichen, den nächsten Höhepunkt in den letzten Wochen, in welchen die Fußballwelt nicht aus dem Staunen über den 22-Jährigen herauskommt.

Beim 6:3-Erfolg über den Stadtrivalen United gelang dem Stürmer ein Dreierpack im heimischen Etihad Stadium, in dem er generell gerne dreifach trifft - und die gegnerischen Fans gerne früher auf die Heimreise schickt.

Haaland zieht mit Ronaldo, Lampard und Vardy gleich

Dies tat er mittlerweile nämlich schon im dritten Heimspiel in Folge. Damit stellte er einen Rekord auf, denn solch eine Serie war in der Premier League noch niemandem zuvor gelungen.

Schon gegen Crystal Palace (4:2) und gegen Nottingham Forest (6:0) traf der Stürmer dreifach, wodurch er insgesamt bei drei Dreierpacks steht. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Damit zog er mit Cristiano Ronaldo gleich. Kleiner Unterschied: Was Ronaldo während 232 Premier-League-Einsätzen gelang, schaffte Haaland in lediglich acht.

Mit Jamie Vardy (277 PL-Einsätze) und Frank Lampard (611 PL-Einsätze) stehen zwei weitere Premier League-Legenden bei der gleichen Anzahl an Dreierpacks.

„Das ist es, was ich an diesem Team liebe“

Nach seiner nächsten Tor-Gala machte der Norweger seinem neuen Team eine regelrechte Liebeserklärung.

„Du kannst es die ganze Zeit fühlen: Mit unseren Pässen wollen wir die ganze Zeit nach vorn spielen, wir wollen immer attackieren. Das ist das, was ich an diesem Team liebe“, schwärmte Haaland: „Wir haben sechs Tore geschossen. Was kann man noch sagen? Es ist herausragend.“

Haaland mit Rekord-Ausbeute im Manchester-Derby

Im Manchester-Derby, in dem sich Haaland und sein Dreierpack-Partner Phil Foden jeweils einen Spielball sicherten, stellte er einen weiteren Rekord auf. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Durch seine zwei Assists lieferte der Norweger unglaubliche fünf Scorer-Punkte während nur einer Partie. Rekord in der Geschichte des Manchester Derbys, die bis ins Jahr 1881 zurückgeht.

Außerdem ist der 22-Jährige der jüngste Premier-League-Profi, dem drei Tore und zwei Assists in einem Spiel gelangen.

So steht Haaland nun nach nur acht Premier-League-Spielen bereits bei unglaublichen 14 Treffern und drei Assists.

Zum Vergleich: Tottenhams Heung-min Son und Liverpools Mohamed Salah teilten sich den Titel des Torschützenkönigs im letzten Jahr mit jeweils 23 Treffern.

Haaland lässt Kane und Co. alt aussehen

Macht Haaland in den verbleibenden sieben Liga-Partien bis zur WM in dem Tempo weiter, steht er bei etwa 26 Toren - und hätte damit nach 15 Spielen mehr Treffer als die Torschützenkönige der Vorsaison nach 38 Partien.

Seine aktuellen „Konkurrenten“ auf den goldenen Schuh, Tottenhams Harry Kane und Fulhams Aleksandar Mitrovic, liegen mit sieben und sechs Treffern bereits meilenweit zurück.

Bleibt er gesund, dürfte Haaland sogar den Torjäger-Rekord pulverisieren. Dieser steht bei 34 Toren, als die Saison noch 42 Spiele hatte. Reds-Star Mohamed Salah hält mit 32 Treffern den Rekord für eine Saison mit 38 Partien.

„Beängstigende Zahlen“, wie sein Trainer Pep Guardiola nach dem Derby-Sieg unterstrich, sich davon jedoch wenig überrascht zeigte: „Es ist nicht so, als hätte er in Norwegen, Österreich und Deutschland keine Tore geschossen.“

„Unfair“, „absoluter Freak“ Haaland erntet Lob

Englands Fußball-Ikonen kommen dennoch aus dem Staunen nicht heraus.

So sagte Chelsea-Legende John Terry, der es mit Superstars wie Thierry Henry zu tun hatte, bei Bein Sports über Haaland: „Er könnte der größte Spieler jemals in der Premier League werden. Ich habe noch nie einen so jungen Spieler gesehen, der dieses Verlangen hat, so viele Tore zu schießen wie er. Er ist einfach unerbittlich.“

United-Legende Rio Ferdinand prophezeit Haaland sogar einen baldigen Gewinn des Ballon d‘Or: „Wenn er seine Form behält und City die Champions League gewinnt, gibt es keine Frage. Es gibt dann keinen, der ihm nur in die Nähe kommen kann.“

„Es ist fast unfair, diesem Kerl zu erlauben, in der Premier League zu spielen. Absoluter Freak“, schrieb auch die englische Fußball-Ikone Michael Owen auf Twitter.

Die Reaktion von Haalands ehemaligem Mitspieler Mats Hummels fiel ähnlich aus: „Wow, einfach ein Monster“, schrieb Hummels: „Gut, dass er sich jetzt an andere Länder gewöhnt hat.“

Kritik bei Wechsel: Haaland der „Anti-Pep-Spieler“

Aktuell verneigt sich ganze Fußballwelt vor Haaland, dabei hörte sich das vor nicht allzu langer Zeit noch anders an.

So hagelte es Kritik für Haalands Entscheidung, zu Manchester City zu wechseln, da er als athletischer Konterstürmer nicht ins Spielsystem der balldominanten, technisch anspruchsvollen City-Offensive unter Guardiola passen würde.

Er sei der „Anti-Pep-Spieler“ schlechthin, polterte zum Beispiel Sky-Experte Didi Hamann nach dem Wechsel. Haaland blieb cool und antwortete mit einem Doppelpack in seinem Debüt gegen West Ham.

Als Haaland im zweiten Premier League-Einsatz gegen Bournemouth aber nicht traf, nur acht Ballkontakte hatte und zwischenzeitig 27 Minuten lang nicht den Ball berührte, entflammte erneut Kritik, dass er nicht ins Spielsystem passe.

Seitdem traf der Norweger in jedem Spiel - und in allen drei Heimspielen sogar dreifach. Die Kritiker sind inzwischen verstummt - und Ehrgeizling Haaland wird dafür sorgen wollen, dass das auch so bleibt.