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Der ehemalige Trainer von Zac Efron hasst Burpees: Warum er sagt, dass die meisten Menschen sie nicht machen sollten

Der prominente Trainer Patrick Murphy integriert keine Burpees in seine Trainingseinheiten. - Copyright: Patrick Murphy
Der prominente Trainer Patrick Murphy integriert keine Burpees in seine Trainingseinheiten. - Copyright: Patrick Murphy

Burpees seien keine effiziente Übung, und den meisten Menschen fehle die nötige Flexibilität, um sie sicher und richtig auszuführen, sagt der Fitnesstrainer Patrick Murphy. Bei Burpees handelt es sich um eine Ganzkörperbewegung, bei der man aus dem Stand in die Hocke geht, mit den Füßen zurück in eine hohe Plank-Position springt und dann einen Liegestütz macht, bevor man mit den Füßen nach vorn springt und wieder hochspringt, um die Übung zu wiederholen.

Es handelt sich dabei um eine sprunghafte Bewegung, die die Herzfrequenz erhöht und beim US-Militär zur Überprüfung der Fitness eingesetzt wird, wie Murphy im Gespräch mit Business Insider erklärt.

Ein Burpee umfasst eine Reihe von Körperhaltungen. - Copyright: blanaru/Getty Images
Ein Burpee umfasst eine Reihe von Körperhaltungen. - Copyright: blanaru/Getty Images

Murphy, der bereits Prominente wie Cameron Diaz, Jennifer Lawrence und Zac Efron trainiert hat, baut Burpees nie in sein Training ein, weil er glaubt, dass sie zu Verletzungen und einer schlechten Körperhaltung führen können. Es gebe viele andere effiziente Übungen, die deutlich besser seie, sagt er.

Burpees wurden beim Militär eingesetzt, um das Fitnessniveau zu testen

Ursprünglich wurde der Burpee von dem US-amerikanischen Sportphysiologen Royal Burpee in den 1930er Jahren erfunden und beinhaltete anfangs weder einen Liegestütz noch einen Sprung.

Die Enkelin von Royal Burpee, Sheryl Burpee Dluginski (die auch Personal Trainerin ist), erzählt dem US-Magazin „Men's Journal“, dass die US-Armee die Burpees in einen Fitnesstest für Soldaten eingebaut und sie zu dem anstrengenderen Burpee gemacht habe, den wir heute kennen. "Das bedeutet nicht, dass es gut für uns oder für den menschlichen Körper ist", sagt Murphy.

Die meisten Menschen sind nicht flexibel genug, um einen Burpee korrekt auszuführen

Um einen Burpee richtig auszuführen, braucht man ein gewisses Maß an Beweglichkeit, Kraft und Fitness, so Murphy, und deshalb sollten sie nur von Personen ausgeführt werden, die fit genug sind. Die Bewegung erfordert Athletik und schnelle Bewegungen. Aber wenn Menschen versuchen, sich so dynamisch und schnell wie möglich zu bewegen, besteht die Gefahr, dass sie sich verletzen, so Murphy.

Patrick Murphy ist ein prominenter US-amerikanischer Personal Trainer.  - Copyright: Patrick Murphy
Patrick Murphy ist ein prominenter US-amerikanischer Personal Trainer. - Copyright: Patrick Murphy

"Bei den meisten Menschen werden die Schultern zucken, sie werden sich die Handgelenke verletzen und ihren Rücken und ihre Knie belasten", sagt er. Der Wechsel von der Liegestütz- in die Stehposition bei einem Burpee kann zu einem runden Rücken führen, eine Haltung, in der viele Menschen den ganzen Tag verbringen, wenn sie einen Bürojob haben – und die zu Rückenschmerzen führen kann, so Murphy.

Burpees seien für die meisten Menschen sehr anstrengend. "Aber sie sind toll, um sich vor Schussverletzungen zu schützen", betont Murphy. "Wenn ich beim Militär wäre, würde ich auch Burpees machen lassen."

Burpees erhöhen die Herzfrequenz, aber es gibt andere Übungen, die das Gleiche auf eine sicherere Weise erreichen

Murphy ist nicht der einzige Trainer, der argumentiert, dass Burpees für die meisten Menschen nicht effektiv sind. Auch Dluginski erklärt im Gespräch mit Business Insider, dass der Burpee als "eine Übung für Menschen, die bereits körperlich fit sind", angesehen werden sollte.

"Es ist wirklich hart für die Knie. Für den Rücken ist es sehr anstrengend. Und wenn man nicht von Anfang an eine stabile Grundstärke und eine gute Fitness hat, kann man es nicht richtig machen. Genau deshalb ist es ein so guter Test zur Beurteilung der Fitness", sagt sie.

Die prominenten Trainer und Brüder Ryan und Eric Johnson, zu deren Kunden unter anderem Scarlett Johansson gehört, haben auf Anfrage von Business Insider bereits gesagt, dass sie Burpees bei den meisten Menschen für Zeitverschwendung halten. "Die meisten Menschen haben keine ausreichende Beweglichkeit, um in eine tiefe Hocke zu gehen, also werden sie ihren Rücken beugen", erklärt Eric.

"Im Großen und Ganzen glaube ich nicht, dass ein Burpee irgendeinen Vorteil bringt, der euch dabei hilft, eure Leistungsziele zu erreichen, abgesehen davon, dass er eure Herzfrequenz in die Höhe treibt. Es gibt so viele andere Möglichkeiten, die euch auch bei anderen Aspekten eures Trainingsplans helfen werden." Squat Jumps oder Box Step-ups seien dagegen großartige Alternativen zum Burpee, um die Herzfrequenz zu erhöhen und die Leistung explosiv zu steigern, so Murphy.

Dieser Artikel wurde von Melanie Gelo aus dem Englischen übersetzt. Das Original lest ihr hier.