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Der ehemalige Co-Chef von Sam Bankman-Frieds Krypto-Handelsfirma Alameda soll risikoreiche Poker-Strategien beim Handeln angewandt haben

Ex-Alameda-Chef Sam Trabucco war leidenschaftlicher Pokerspieler.  - Copyright: Ethan Miller/Getty Images
Ex-Alameda-Chef Sam Trabucco war leidenschaftlicher Pokerspieler. - Copyright: Ethan Miller/Getty Images

Die Insolvenz und der Zusammenbruch der Kryptobörse FTX schlägt weiterhin große Wellen in der Finanzwelt. Die Wurzeln der hohen Risikobereitschaft der Handelsplattform könnten auch beim ehemaligen Co-Chef des eng verbundenen Handelsunternehmens Alameda Research liegen, wie "Bloomberg" berichtet.

Laut dem Bericht deuten Tweets und öffentliche Kommentare Sam Trabuccos darauf hin, dass der ehemalige Alameda-Manager Poker- und Blackjack-Strategien im Kryptohandel eingesetzt hat. Der 30-Jährige wurde bisher nicht öffentlich dafür beschuldigt. Er trat im August aus dem Unternehmen zurück und machte für Caroline Ellison an der Spitze von Alameda Platz.

Trabucco enthüllte häufig, wie sehr er das, was er aus seiner Zeit an den Kartentischen gelernt hatte, auf dem Kryptomarkt anwandte, heißt es. In einem Twitter-Thread vom Januar 2021 erklärte Trabucco, wie Glücksspielstrategien auf Alamedas Trades angewandt wurden. "Ihr wollt mehr setzen, wenn eure Chancen gut sind", schrieb er unter anderem.

Trabucco schrieb in derselben Reihe von Beiträgen, dass er angeblich aus drei Casinos verbannt wurde, weil er Karten an Blackjack-Tischen gezählt hatte. Dem Bericht zufolge sagte Trabucco im Januar 2021 auch, Alameda habe riskante Wetten im Geschäft der Firma eingesetzt. Trabucco selbst erwarb laut seinem Profil auf der Karriereplattform LinkedIn 2015 einen Abschluss in Mathematik mit Informatik am Massachusetts Institute of Technology und arbeitete zuvor als Händler bei der Susquehanna International Group.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.